Schüler von Frl. Bahls, Mönchguter Heimatforscher, Amateurfotograf & Hobbyfilmproduzent
„Schreibe auf, fotografiere, sammele und veröffentliche, was geht, dann bleibt es auch erhalten. Über die Wertung dessen brauchst du dir keine Sorgen zu machen, denn jede nachfolgende Generation erarbeitet sich ihr eigenes Geschichtsbild.”                                                                                                        Ruth Bahls
Mönchgut History Torsten Döring   
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MÖNCHGUT HISTORY TORSTEN DÖRING Die Vergangenheit und Gegenwart der Halbinsel Mönchgut - präsentiert nach Mönchguter Eigenart!
© Torsten Döring - privates Fotoarchiv Museumsflyer der 90er Jahre - Text von Ruth Bahls

Die Mönchguter Museen im Ostseebad Göhren

Ganz entscheidend für die Anziehungskraft des Ostseebad und Kneippkurort Göhren im 21. Jahrhundert ist die hier entstandene  einzigartig und unverwechselbare Museumslandschaft, welche seit den 60 Jahren des 20. Jahrhunderts durch die Mönchguter  Museen im Ostseebad Göhren bestimmt werden.                                                                                        Torsten Döring Als Schüler von Fräulein Bahls erlaube ich es mir, über alle museale Einrichtungen und über Fräulein Bahls, deren Name untrennbar mit  den Mönchguter Museen verbunden ist, auch hier zu berichten. Die Begründerin der Mönchguter Museen, Ehrenbürgerin der Gemeinde Göhren und Museumsrätin Ruth Bahls, wurde am 29. Dezember 1909 in Göhren geboren.  Während ihrer 5ojährigen Tätigkeit als Lehrerin (1933-1983) übertrug sie den Prozess der Identitätsfindung zielgerichtet über Heimatgeschichte und Volkskunde auf uns Schüler. In der Lesehalle des ehemaligen Göhrener Warmbades stelle sie ihre ersten bescheidenen Ergebnisse ihrer Sammel- leidenschaft in zwei Schaukästen aus. Sie hat maßgeblichen Anteil an der Gründung der Mönchguter Trachtengruppe Alt Reddevitz im Jahr 1946, welche bis heute die einmalige Tradition der Mönchguter Tracht und des Volkstanzes bewahrt. Am 1. Mai 1963 wurde das Heimatmuseum in der heutigen Strandstrasse im Ostseebad Göhren eröffnet. Unter ihrer Leitung entstanden danach vier weitere museale Einrichtungen:  der Museumshof, eröffnet am 11. August 1971 im Ostseebad Göhren, das Rauchhaus, eröffnet am 25. Mai 1977 im Ostseebad Göhren, das Museumsschiff "Luise", eröffnet am 12. August 1982 im Ostseebad Göhren und in Middelhagen das Schulmuseum am 1. August 1986. Darüber hinaus hat sie maßgeblichen Anteil an der Erhaltung von über 30 historischen Bauwerken der Insel Rügen. Über ihre ethnographische Arbeit verfasste sie zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen.  Unter ihrer Regie entstand unter Einbeziehung von Wissenschaftlern und Praktikern das Standardwerk „Mönchgut  eine Landschaftsstudie“. Für ihre Verdienste um die Pflege der Mönchguter Kultur wurde ihr 1974 die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Göhren verliehen. 1984 erhielt sie den Titel Museumsrat. Ihre Arbeiten ermöglicht meiner Generation und der uns nachfolgenden Generationen, das Leben, die Sitten und Bräuche der Halbinsel Mönchgut und Rügens in den vergangenen Jahrhunderten zu studieren und nachzuvollziehen. Auf ihrer Initiative hin wurde am 23. Mai 1991 der Fördervereins zum Schutz, zur Pflege und weiteren Entwicklung des Mönchguter Museums e.V. im Ostseebad Göhren gegründet. Mönchguter Heimatmuseum - Besucherinformationen Das Mönchguter Heimatmuseum befindet sich in einem schilfgedeckten Bauern-, Fischer- und Lotsenhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahr- hunderts. Die alte Hausstelle war jedoch schon in den Klosterakten des Klosters Eldena erwähnt worden. Verschiedene Ausstellungsbereiche zeigen die geologischen, prähistorischen und ethnografischen Besonderheiten der einmaligen Mönchguter Landschaft. Dem Besucher wird anschaulich demonstriert, wie man vor 1900 auf Mönchgut lebte und wie man sich kleidete. Die Bedeutung der Segelschifffahrt, die das Leben der Mönchguter auf ganz besondere Weise prägte und ihre Wohnkultur entsprechend beeinflusste, wird durch Schiffsmodelle, Halbmodelle, Kapitänsbilder und eine Vielzahl von Mitbringseln der Mönchguter Seeleute aus aller Welt, u.a. auch des englischen Steinguts, dargestellt. Im Heimatmuseum wird u.a. auch darüber informiert, welche bedeutenden Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland Göhren in der Vergangenheit besuchten. Mönchguter Museumshof - Besucherinformationen Seit 1971 besuchen jährlich Tausende von Gästen den Museumshof. Diese einzigartige Hofanlage, ist in ihren ältesten Teilen, nämlich der Kübbungsdielenscheune, mehr als 300 Jahre alt. Die Hofanlage wurde 1969 durch die Gemeinde Göhren erworben und schrittweise instandgesetzt. Der Museumshof beherbergt eine umfassende agrarhistorische Ausstellung, die Einblicke in die Arbeits- und Lebensweise der Mönchguter Bauern ver- mittelt. Neben Wagen, Kutschen sowie Geräten, die durch Menschenhand, Pferd oder Rind betrieben wurden, gewinnt der Besucher einen Einblick in die Milch- und Bienenwirtschaft sowie in das ländliche Bauen. Es werden Maschinen zur Futterbereitung, zum Kartoffelsortieren und zum Dreschen vorgestellt. Als ganz besonderes Ausstellungsstück ist die noch von Pferden gezogene historische Göhrener Feuerwehr zu bestaunen. Neben der bereits erwähnten asymmetrischen Kübbungsdielenscheune befinden sich das Wohnhaus, heute Verwaltung der Mönchguter Museen, der Stall und der Wagenschauer auf dem Gelände des Museumshofes. Das Wohnhaus ist ein Fachwerkbau, in welchem mehrere Generationen einer Familie in patriarchalischer Weise unter einem Dach lebten. Rauchhaus - "Dat Rookhus" - Besucherinformationen Im Rauchhaus, das 1977 als Museum eröffnet wurde, wird die traditionelle kleinbäuerliche Fischerei auf Mönchgut dokumentiert. Dieses kleine Hallenhaus mit hohem schmalfirstigen Vollwalmdach repräsentiert einen ausschließlich auf Rügen beheimateten Gebäudetyp – im Volksmund „Zuckerhut“ genannt. Es zeigt die architektonische Besonderheit des schornsteinlosen Hallenhauses. Von der offenen Herdstelle zog der Rauch durch die sogenannten „Eulenlöcher“ unter dem schmalen First ab und konservierte das alte Eichenholzgebälk. Das Haus bot Platz für Mensch, Vieh, Arbeitsgeräte und Vorräte. Die kleine Stube wurde von der Küche beheizt.  In diesem Haus wohnten vom frühen 18. bis ins 20. Jahrhundert hinein Lotsen, Fischer und Schuster bis das Vorderhaus errichtet und das Rookhus zum Stall umgebaut wurde. Museumsschiff "Luise" - Besucherinformationen Der Motorsegler „LUISE“ wurde 1906 in den Niederlanden gebaut und gehört zu den letzten auf Rügen beheimateten eisernen Küstenfrachtern. Mönchguts letzte derartige Schute, Schiffer Knuths „LUISE“ aus Middel- hagen, liegt heute als Museumsschiff (eröffnet 1982) in den Dünen am Südstrand. Es bezeugt die traditionelle Frachtschifffahrt und gibt Einblicke in das Leben an  Bord. Diese Küstenfrachter transportierten jegliche Art von Frachtgut, von Mühlsteinen, Kirchenglocken, Dreschmaschinen bis zu Maiglöckchensträußen, „Patent“- Rattenfallen und Sanitärkeramik, in geringem Umfange außer Stückgut auch landwirtschaftliche Produkte sowie gelegentlich Passagiere.
© Torsten Döring - privates Fotoarchiv Museumsflyer der 90er Jahre - Text von Ruth Bahls
© Torsten Döring - privates Fotoarchiv Museumsflyer der 90er Jahre - Text von Ruth Bahls
© Torsten Döring - privates Fotoarchiv MÖNCHGUT - EINE LANDSCHAFTSSTUDIE  
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