„Schreibe auf, fotografiere, sammele und veröffentliche, was geht, dann bleibt es auch erhalten. Über die Wertung dessen brauchst du dir keine Sorgen zu machen, denn jede nachfolgende Generation erarbeitet sich ihr eigenes Geschichtsbild.”                                                                                                        Ruth Bahls
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Schüler von Frl. Bahls, Mönchguter Heimatforscher, Amateurfotograf & Hobbyfilmproduzent
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Pressemitteilung der Kurverwaltung Ostseebad Göhren / 30. Oktober 2015 Information zum Schrägaufzug Anmerkung zum Schrägaufzug vom 30. Oktober 2015: bei Wartungsarbeiten ist festgestellt worden, dass eine Reparatur / ein Aus- tausch eines Teiles vorgenommen werden muss. Wir hoffen, dass dieser Austausch schnellstmöglich erfolgt seitens der Hersteller- firma und der Schrägaufzug in Kürze wieder fahren kann. Quelle: http://www.goehren-ruegen.de/?page=news Sportart mit schnellem Rückschlag Von Rico Nestmann Göhren. Badminton ist die schnellste Rückschlagsportart der Welt. Diese Sportart wird in ihren wesentlichen Merkmalen von einem temporeiches Laufspiel mit spannenden Ballwechseln charakterisiert – das sogenannte Badmintonspiel. „Eine Sportart, die aufgrund der einfachen Regeln schnell erlernbar und für alle Altersklassen geeignet ist – egal wie alt oder jung, wie groß oder klein,wie talentiert oder sportlich jemand ist“, so Günther Budahn, Trainer der Badminton-Abteilung des TSV Empor Göhren. Die Göhrener Badmintonabteilung ist eine Abteilung mit langjähriger Erfahrung. Die Jugendarbeit wird hier groß geschrieben und findet unter fachkundiger Anleitung erfahrener Trainer und Übungsleiter statt. „Wer Lust hat, dieses schnelle Spiel im Verein auszuprobieren, der kann zu den angegebenen Trainingszeiten hineinschnuppern“, so Budahn. Trainingszeiten sind: Mittwoch und Freitag von 14.30 bis 16 Uhr für Anfänger. Für die Ranglisten-Aktiven des TSV Empor Göhren findet das Training jeden Dienstag und Freitag von 15 bis 18.30 Uhr statt. Quelle: Ostsee Zeitung, 30.10.2015, Seite 22 Mönchguter Federball-Künstler im Medaillen-Regen Starke Leistungen des TSV Empor Göhren beim 2. Ranglistenturnier in Schwerin / Die Aktiven holen Gold, Silber und Bronze Von Rico Nestmann Schwerin. Einen starken Auftritt legten die Badmintonasse des TSV Empor Göhren beim 2. Landesranglisten-Turnier im Badminton in Schwerin hin. Gespielt wurde in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns in den Altersklassen U13 und U17. Mit einer hoch motivierten Truppe von neun Aktiven in den Altersklassen U13 und U17 reisten die Badmintonasse des TSV Empor Göhren nach Schwerin. Gleich in der Altersklasse U13 der Mädchen und Jungen konnten die Aktiven von der Insel Rügen triumphieren. „Bei den Mädchen be- legte die stark spielende Louise Schröder, die im Finale gegen die amtierende Landesmeisterin Lena Brocks aus Güstrow antreten musste, den zweiten Platz und holte Silber“, freut sich Günther Budahn, Chef der Badminton-Abteilung des Mönchguter Traditionsver- eins TSV Empor Göhren. Platz drei ging an Marie Bull, die alle ihre Spiele gewann und auf Grund der veränderten Gruppeneinteilung die Bronzemedaille er- kämpfen konnte. Einen tollen vierten Platz belegte Emma Kankel vom TSV Göhren, die eigentlich in der Altersklasse U11 startet und auf Grund ihrer guten Leistung eine Altersklasse höher antreten durfte. „Eine starke Leistung von Emma, die die favorisierte Ricarda Jäckel vom Güstrower SC 09 verdient in zwei Sätzen bezwingen konnte“, so Günther Budahn. Vivien Röschke vom TSV Empor Göhren belegte trotz ihres guten Spiels leider nur den siebten Platz. Bei den Jungen in dieser Altersklasse triumphierten ebenfalls die Spieler des TSV Empor Göhren mit Gold für den neunjährigen Finn Hellbach, der eigentlich in der Altersklasse U11 spielt. Silber ging an Paul Stein. „An diesem Turniertag war Finn nicht zu besiegen“, sagt Günther Budahn stolz. Die beiden Spieler des TSV Göhren zeigten eine tolle Leistung und beherrschten die Konkurrenz in diesem Turnier. Somit gehen Gold und Silber verdient an die Mönchguter. Die jungen Damen der Altersklasse U17, Pauline Knaak und Lisa Giertz vom TSV Empor Göhren, konnten überzeugen und belegten die Plätze vier und fünf. „Unser Starter in dieser Altersklasse, Constantin Beddies, der eigentlich erst in der U15 startberechtigt ist, be- legte am Ende einen guten vierten Platz“, wirft Günther Budahn einen Blick in die Ergebnislisten. Bei den Herren-und Damendoppeln in der Altersklasse U17 konnten die Badmintonasse des TSV Göhren noch zwei Silbermedaillen durch Constantin Beddies und Sven-Erik Kräusche (Göhren/Sassnitz) sowie bei den Damen der Altersklasse U17 durch Pauline Knaak und Lisa Giertz vom TSV Empor Göhren erkämpfen. Der nächste Höhepunkt für die Rügener Badmintonasse sind die Landes- meisterschaften am 7. November in Greifswald. Badminton in Göhren Im Frühjahr 1998 trat die Badmintonabteilung offiziell dem Turn- und Sportverein Empor Göhren bei. Die Jugendabteilung entstand ein Jahr später. Zehn Jugendliche trainierten eifrig unter Leitung von Günther Budahn, Konrad Päper und Christian Heinisch. www.badminton-goehren.de Quelle: Ostsee Zeitung, 30.10.2015, Seite 22 Göhrener Badminton-Asse holen Medaillen und Pokale Beim traditionellen Nordperdhallen-Cup haben die Gastgeber die Nase vorn / 17 Jahre Mehrzweckhalle auf Mönchgut werden mit  dem Wettkampf gefeiert Von Günther Budahn und Rico Nestmann Göhren. Eine starke Vorstellung vor heimischem Publikum boten die Badmintonasse des TSV Empor Göhren in der Nordperdhalle des Ostseebades Göhren. Erfreulicherweise nahmen trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle insgesamt 32 sportbegeisterte Bad- mintonspieler vom TSV Empor Göhren und Malchin an diesem traditionellen Badmintonevent teil. „Veranstalter dieses Nordperd- hallencup, der zu Ehren des 17-jährigen Jubiläums dieser Mehrzweckhalle auf Mönchgut durchgeführt wurde, ist die Badminton- jugendabteilung in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung des Ostseebades Göhren“, so Günther Budahn, Badminton-Trainer des TSV Empor Göhren. Pünktlich um 10 Uhr wurde der traditionelle Nordperdhallencup durch Trainer Günther Budahn eröffnet. Von 10 bis 14 Uhr spielten die Aktiven der Altersklassen U9, U11 und U13/15B der Mädchen und Jungen in den Einzeldisziplinen um die begehrten Pokale. Bei den Kleinen der AK U9 konnte sich im Finale Lotte Kliesow gegen Paula Wulf in 2:1 Sätzen (9:21, 21:17, 21:11) am Ende durch- setzen. Bronze erkämpfte die tapfer kämpfende Hermine Scharf. Eine starke Leistung in der AK U11 der Mädchen und Jungen zeigte Finn Hellbach vom TSV Empor Göhren, der in einem spannen- den Zwei-Satz-Finale (21:18, 21:19) seine Mannschaftskollegin Emma Kankel knapp bezwingen konnte. Den dritten Platz belegte die Malchinerin Sofia Düsel. Stark gespielt und knapp verloren rauschte Lea Garand an einen Bronzepokal vorbei und konnte sich über den vierten Platz freuen. Aber auch die beiden anderen Mädels, Jasmin Sandhu und Sina Bösel vom TSV Göhren, zeigten an diesem Tage gute Leistungen und erreichten die Plätze fünf und sechs. In der höheren Altersklasse U13/15B der Mädchen und Jungen setzten sich die Jungen der U15B durch. Hier erkämpfte Robin Sommerhoff Gold vor Hakon Grüning, den Robin in einem spannenden Finalmatch in zwei Sätzen (22:20, 21:13) bezwingen konnte. Den dritten Platz teilten sich die beiden Heißsporne Torben Beuning (AK 15B) und Paul Stein (AK U13). Um den fünften Platz kämpften verbissen Finn Hellbach (U11) und Vivien Röschke (U13). Finn, der schon die AK U11 gewinnen konnte, setzte sich gegen Vivien in zwei Sätzen durch (alle TSV Göhren). Den siebten Rang teilten sich Maike Triphan (U15B) und die fleißige Emma Kankel (U11), die ebenfalls schon in der U11 den Silberpokal erringen konnte. Den neunten Platz teilten sich Sarah Kramer (U15B) und Johannes Groner (U13), die an diesem Turniertag ebenfalls gute Leistungen ablieferten. Ab 14 Uhr ging es dann lustig weiter in den AK U11 bis U24 im Modus Super Melee (Schleifenturnier). Bei dieser Turnierform wurden die leistungsstärksten Aktiven gesetzt, die in jeder neu ausgelosten Runde einen neuen Partner zugelost bekamen. Gespielt wurde über sechs Runden. Bis zum Schluss blieb es sehr spannend und es entschied die letzte und vorletzte Runde über die Vergabe des Gold-, Silber- und Bronzepokals. Marieke Wagener, die in ihren sechs Partien souverän spielte und mit 12:0 gewonnenen Sätzen un- geschlagen blieb (252:98 Punkte), gewann verdient den riesengroßen Goldpokal. Damit verwies die Göhrenerin den stark spielenden Tim Schwabe, der mit 5:1 Spielen, 12:2 gewonnenen Sätzen sowie 279:184 Punkten ebenfalls eine starke Bilanz vorzuweisen hatte, auf den Silberrang. Knapp am zweiten Platz strich Julius Beddies vorbei, der nur ein schlechteres Punkteverhältnis mit 277:199 hatte. Platz vier ging an die stark spielende Pauline Boldt vor Philipp Garand und Pauline Knaak (alle TSV Göhren). Die Plätze sieben bis 12 belegten Maike Triphan, Malte Schulz, Torben Beuning, Constantin Beddies, Vivien Röschke und Nina Gums. Zum Abschluss des Turniers auf dem Rügener Mönchgut gab es noch ein zünftiges Grillfest mit gemütlichem Beisammensein für alle Vereinsspieler des TSV Empor Göhren. Ein großes Dankeschön geht an die Kurverwaltung Göhren und an die Badminton-Jugendabteilung des TSV Empor Göhren, denn ohne deren Unterstützung und Hilfe könnte ein solches Sportevent nicht so erfolgreich durchgeführt werden.“ Günther Budahn, Trainer beim TSV Empor Göhren 5,5 Millionen D-Mark teuer, wurde die Nordperdhalle am 25./26. September 1998 nach einjähriger Bauzeit im Ostseebad Göhren feierlich übergeben. Ausgestattet mit feinster Technik und Ausleihequipment ist der Bau die modernste Sporthalle der Insel Rügen. 1957 Quadratmeter Nutzfläche bietet die Nordperdhalle. Allein die drei räumlich zu trennenden Felder umfassen 1125 Quadratmeter Nutzfläche. Die Finanzierung der Sporthalle setzte sich seinerzeit aus Mitteln der Kinder- und Jugendsportstättenförderung des Landesministeriums Schwerin (1,5 Mio Mark), einer Sonderbedarfszuwendung (1,0 Mio Mark) sowie knapp 2,5 Mio Mark aus Eigen- mitteln der Gemeinde des Ostseebades Göhren zusammen. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 23. Oktober 2015, Seite 16 Schrägaufzug im Winterbetrieb Göhren. Ab sofort gelten neue Fahrtzeiten für den Winterbetrieb des Schrägaufzuges am Nordhang von Göhren. Der Lift fährt täglich von 8.30 bis 20 Uhr. Dies gilt zunächst bis einschließlich 15. März nächsten Jahres, teilt die Kurverwaltung Göhren mit. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt auch der Winterfahrplan des Ortsbusses BUSkam. Bei Veranstaltungen wie zu Silvester wird es Sonderregelungen geben, die beizeiten bekannt gegeben werden. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 21. Oktober 2015, Seite 11 Pressemitteilung der Kurverwaltung Ostseebad Göhren / 15. Oktober 2015 Schrägaufzug ist in Betrieb Zügig von der Ortsmitte zum Strand und Bahnhof gelangen Am heutigen Tage (Donnerstag, 15.10.2015) geht der Schrägaufzug im Ostseebad Göhren in Betrieb und ist damit ab sofort für alle Gäste und Einwohner nutzbar. Als Willkommensangebot ist die Benutzung für alle Fahrgäste bis einschließlich 01. November 2015 kostenlos. Der Entgelttarif wurde durch Bürgermeister Wolfgang Pester für diesen Zeitraum außer Kraft gesetzt. Danach kosten jeweils zwei Fahrten 1,50 Euro. Diese Fahrten sind beliebig für Berg- oder Talfahrten einsetzbar. Die Tickets sind an den Fahrkartenautomaten direkt am Aufzug erhältlich. Kinder bis 6 Jahre und Krankentransportmittel wie Rollstühle und Rollatoren sowie Kinderwagen werden kostenlos befördert, sofern der Zutritt zur Kabine möglich ist (Breite Kabinentür 90 cm). Der Aufzug ist aktuell täglich von 6.00 bis 22.00 Uhr in Betrieb. Eine offizielle Einweihung wird für Ende November geplant. (Foto vom Sommer 2015) Quelle: www.goehren-ruegen.de/?page=news Gäste lösen schon Tickets für Hanglift Der Fahrstuhl soll in diesem Monat in Betrieb gehen / Für den Bau des Parkhauses wird nun der Hang stabilisiert Von Gerit Herold Göhren. Die ersten Fahrkarten für den Schrägaufzug am Göhrener Nordhang wurden schon gekauft - obwohl der Lift offiziell noch gar nicht in Betrieb ist. Doch der Aufzug, der schon vor mehr als einem Jahr fertiggestellt wurde, ist dieser Tage schon etliche Mal hoch und runter gefahren im Zuge der noch notwendigen technischen Abnahme des Fahrstuhls. „Einige Urlauber sahen die offenen Türen und dachten, er fährt schon und kamen traurig zu uns mit ihren bereits gekauften Tickets“, sieht sich Kurdirektor Jörn Fenske bestätigt, dass die Nachfrage für die Nutzung des Schrägaufzuges da ist. Dieser könnte in Kürze endlich seine erste offizielle Jungfernfahrt haben. „Wir sind dabei, ihn in diesem Monat noch an den Start zu bringen“, so Jörn Fenske, Leiter des kommunalen Eigenbetriebes Kurverwaltung, der Bauherr des rund 1,5 Millionen Euro teuren Fahrstuhls ist. Seit Anfang dieser Woche ist die österreichische Liftbau-Firma ABS Transportbahnen vor Ort für die technische Abnahme des Schräg- aufzugs. „Bis jetzt ist nichts zu beanstanden“, so Fenske. Der Sicherheitszaun steht nun und wurde unter Strom gesetzt. Soll heißen, wenn sich eine der beiden Wartungstüren öffnet, muss die Anlage stehen bleiben. Ungewollten Stillstand hatte es monatelang auf der Baustelle am Nordhang gegeben. Gemeinde und Eigentümer des Grundstücks lagen im Clinch. Mit der Forderung nach Aufklärung der Vorgänge hatten Göhrener Bürger einen außerparlamentarischen Unter- suchungsausschuss gegründet. Ende August einigten sich schließlich die Vertragsparteien und strichen die Wiederkaufsklausel aus dem Kaufvertrag zwischen der Gemeinde (Käufer) und der Waldhotel Göhren GmbH (Verkäufer) für den Erwerb des rund 600 Quadratmeter großen Grundstückes, auf dem der Lift heute steht.Und somit auch die Möglichkeit zur Forderung eines Rückbaus (die OZ berichtete). Die Klausel besagte: Wenn der Lift nach einem Jahr nicht in Betrieb geht, fällt das Grundstück an den Verkäufer zurück. Unklar ist weiterhin, ob und wie viele Fördermittel vom Land in das Millionen-Projekt fließen. Weil die Bausumme die Eine-Million-Euro -Marke knackte, hätten Leistungen europaweit ausgeschrieben werden müssen, bemängelte das Wirtschaftsministerium Mecklen- burg-Vorpommern. Das hatte seinerzeit angekündigt, das Vorhaben zu 75 Prozent zu fördern und Anfang des letzten Jahres den Startschuss für den vorzeitigen Baubeginn gegeben. Zuletzt seien 62,5 Prozent im Gespräch gewesen. Nach der Inbetriebnahme des Schrägaufzuges, der ohne Ministerbesuch über die Bühne gehen wird, wolle die Gemeinde erneut in Schwerin vorstellig werden. Dass Mehrkosten entstanden sind, hatte Bürgermeister Wolfgang Pester (parteilos) bereits angekündigt. Indes bewegt ein Bagger am Hang Erdmassen für das nächste Bauvorhaben. Die Parkhaus GmbH will ein sogenanntes Energie-Park- haus errichten mit rund 250 Stellflächen. „Das wird ein besonderes Parkhaus aus Holz, das es in Deutschland so noch nicht gibt“, kündigt Wilfried Horst, Waldhotel GmbH, an und verweist auf eine Ähnlichkeit mit dem Naturerbezentrum in Prora. Und auch darauf, dass mit demBau des über 100 Meter langen Gebäudes unterhalb des Hanges voraussichtlich nicht vor dem Herbst nächsten Jahres begonnen werden könne. „Erst muss der Hang stabilisiert und das Wasser aufgefangen werden“, so Investor Horst. Wie lange diese Arbeiten andauern werden, sei jetzt noch ungewiss. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 10. Oktober 2015, Seite 10 Ostseebäder gegen Pläne für „Kiesgruben“ Im Landesentwicklungsplan ausgewiesene Abbaugebiete vor Rügens Küste bereiten Kommunen Sorgen Von Maik Trettin Göhren. Der vom Schweriner Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung vorgelgte zweite Entwurf des Landesent- wicklungsplans stößt in den Kommunen der Rügener Bäderküste in weiten Teilen auf Ablehnung. Neben dem Fehlen touristischen Entwicklungspotenzials (die OZ berichtete) kritisieren die Kommunen auch die Auswirkungen auf die Natur und Umwelt der Region. Es sind nicht nur die geplanten Meereswindparks, die dieKommunalpolitiker im Südosten der Insel stören: Das Land plant offenbar, künftig unmittelbar vor der Küste in der Ostsee Kies abzubauen. Entsprechende Lagerstätten sind im aktuellen Entwurf ausgewiesen. Für den mit der Stellungnahme beauftragten Planer Heinrich Vulter ist das ein Unding. „Wir haben schon beim ersten Entwurf gesagt, dass wir keine Kiesgrube zwei Seemeilen vor unserer Küste haben wollen.“ Darauf habe Schwerin reagiert - und die Kiesgewinnung auf die Zwecke des Küstenschutzes beschränkt. Das bedeutet, dass dort nicht – wie ursprünglich vorgesehen - Kies und Sand zu ge- werblichen Zwecken gefördert werden sollen, sondern nur noch, um Strände und Dünen aufzuschütten. Aus Sicht der Göhrener ist das auch nicht viel besser. Es seien nach wie vor zwei „Kiesgruben“ so groß wie die gesamte Landfläche des Amtsbereiches Mönchgut-Granitz, machte Vulter deutlich. Dass der dort gewonnene Sand auch wirklich nur an der Bäderküste aufgespült wird, ist nirgendwo festgeschrieben. Und selbst dann schade es eher als es der Küste nutze, warnte der Göhrener Bernd Elgeti vor der geplanten Ausweisung zweier Kieslagerstätten und dadurch möglichen Sturmfluten. Die flachen, sandigen Stellen nahe der Greifswalder Oie etwa würden das Meer schon weit vor der Küste abbremsen. Baggere man den Sand weg, entfalle auch die Schutzfunktion für die Rügener Küste. Vor allem bei Wind aus östlichen Richtungen werde die See dann noch heftiger auf die Strände zurollen. In den zuständigen Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt sowie für Infrastruktur, Verkehr und Landesplanung teilt man die Sorgen nicht. Um den Rückgang der gefährdeten Außenküsten aufzuhalten, müssen die „ Sedimentdefizite“ ausgeglichen werden. An den Stränden nagten nicht nur Sturmfluten, sondern auch der alltägliche Seegang. Aus diesem Grunde sei „die regelmäßige Zuführung von Sand er- forderlich“. Solche Aufspülungen seien auch notwendig, um an den schmalen Nehrungen Küstendurchbrüche zu verhindern. Als Bei- spiel nennt der Ministeriumssprecher Steffen Wehner die Landanbindung von Thiessow an die Insel Rügen. Nach Auswertung von Dokumentationen und durch Beobachtung über viele Jahrzehnte habe sich gezeigt, dass dieser „weiche Küstenschutz“ vor allem an flachen Küsten besser funktioniert als eine Sicherung durch feste Bauwerke. „Negative Sedimentbilanz“ nennen es die Fachleute, wenn an einer Küste mehr abgetragen als aufgespült wird. Um das auszu- gleichen, müssten im Land pro Jahr etwa 500 000 Kubikmeter aufgespült werden. Das entspricht rund 40 000 Lkw-Ladungen. Diese auf dem Landweg anzufahren, sei unwirtschaftlich und teilweise gar nicht möglich, heißt es im Ministerium. Deshalb setze man auf Sandgewinnung möglichst in der Nähe der aufzuspülenden Küsten. Der vor Mönchgut und der Greifswalder Oie gewonnene Kies soll deshalb „vorzugsweise für den Hochwasserschutz und zur Sicherung der Küste von Mönchgut beziehungsweise Nordusedom ver- wendet werden“. Dass sich die geplanten Abbaugebiete, wie von den Mönchgutern kritisiert, so dicht vor den Küsten befinden, begründet Schwerin mit dem Vorkommen. Nur dort sei Sand in ausreichenden Mengen vorhanden. „In größeren Wassertiefen, fern von der Küste, sind auf- spülfähige Sande nicht verfügbar“, so Wehner. Eine Gefahr sieht man in den zuständigen Ministerien dadurch nicht. „Die erkundeten Lagerstätten befinden sich entlang der Küste in Wassertiefen von mehr als sieben Metern und somit außerhalb der küstennahen dyna- mischen Zone, in der Sand infolge Seegang und Strömungen transportiert/ umgelagert wird“, heißt es auf OZ-Anfrage. Durch die Bag- gerungen würde die Wassertiefe maximal um einen halben Meter unter dem vorherigen Niveau liegen. Dadurch seien „keine Verände- rungen der hydrodynamischen Verhältnisse in Küstennähe zu erwarten“. Die Kiesentnahme habe auch keinen Einfluss auf Sturmfluten, prophezeit man in Schwerin und pocht weiter auf die Ausweisung dieser Flächen: Die Sicherung der Lagerstätten sei eine „wichtige Voraussetzung für den Schutz der gefährdeten Gemeinden auf Mönchgut beziehungsweise Nord-Usedom“. Die Abbaugebiete 2 Kiesgruben, jeweils so groß wie die „gesamte Landfläche des Amtsbereiches Mönchgut-Granitz“, stoßen den Göhrener gehörig auf. Gegen Abbaugebiete dieser Art hat sich die Kommune schon frühzeitig ausgesprochen. Jetzt sind solche Flächen Gegenstand der  Landesentwicklungspläne. 3,7 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen der Insel-Küste und dem äußeren Rand des Abbaugebietes Prorer Wiek. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 10. Oktober 2015, Seite 9 Rechtlicher Hinweis zum Pressearchiv Die auf der vorliegenden Website unter "Pressearchiv" abrufbaren Presseartikel und Videobeiträge stammen nicht von Mönchgut History Torsten Döring. 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