„Schreibe auf, fotografiere, sammele und veröffentliche, was geht, dann bleibt es auch erhalten. Über die Wertung dessen brauchst du dir keine Sorgen zu machen, denn jede nachfolgende Generation erarbeitet sich ihr eigenes Geschichtsbild.”                                                                                                        Ruth Bahls
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Schüler von Frl. Bahls, Mönchguter Heimatforscher, Amateurfotograf & Hobbyfilmproduzent
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Rügener Badeorte kritisieren Landesplanung Die Gemeinden an der Rügener Bäderküste lassen am Entwurf des Landesentwicklungsplans kaum ein gutes Haar. Es fehlten Pers- pektiven für den Tourismus. Von Maik Trettin Göhren. Harsche Kritik über die Gemeinden an der Rügener Bäderküste auch am zweiten und überarbeiteten Entwurf der Landes- entwicklungsplanung. Die berücksichtige nicht die besonderen Bedingungen der touristisch geprägten Kommunen und setze sie mit anderen ländlichen Gemeinden gleich. Dadurch sieht man im Amt Mönchgut-Granitz unter anderem die Entwicklung des Fremdenver- kehrs behindert und fürchtet um die Ausweisung weiteren Wohnraums für neue Einwohner. Windenergieanlagen im Meer und die dafür vorgesehenen Leitungstrassen werden weiterhin abgelehnt: Bei einer Schiffskatastrophe in einem der Windparks und dadurch folgende Ölverschmutzungen wäre die wirtschaftlicher Grundlage der gesamten Region ruiniert. Quelle: Ostsee Zeitung, Onlineausgabe, Donnerstag, 01.10.2015, 14:55 Uhr Straßenbauarbeiten in Göhren liegen im Zeitplan Göhren. Die Arbeiten an der Berliner Straße in Göhren gehen planmäßig voran. Das sagte Bürgermeister Wolfgang Pester auf der vergangenen Gemeindevertretersitzung. Außerplanmäßig habe man die Einfahrt in die Feldstraße sperren müssen. Der dort ent- standene Unterschied im Höhenniveau sei nicht durch befahrbare Metallplatten abzudecken. Eine Befahrbarkeit für Feuerwehr und Krankenwagen werde über die Waldpromenade gewährleistet. „Das ist aber lediglich eine Notzufahrt und keine öffentliche Straße“, erklärte Pester. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 1. Oktober 2015, Seite 13 Schrägaufzug in Göhren soll noch im Oktober fahren Göhren. Noch in diesem Monat soll der Schrägaufzug am Göhrener Nordhang in Betrieb genommen werden. Das sagte der Bürger- meister des Ostseebades, Wolfgang Pester (parteilos), vor Gemeindevertretern und anderen Einwohnern. Nachdem die rechtlichen Streitpunkte ausgeräumt seien, erwarte man die Mitarbeiter einer Spezialfirma, die letzte Hand an den Aufzug legen sollen. Sie haben ihr Kommen für nächste Woche zugesagt. „Am darauffolgenden Wochenende könnte der Hanglift dann schon das erste Mal fahren“,  hofft Pester. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 29. September 2015, Seite 9 Nordperdhalle wird keine Flüchtlingsunterkunft Göhren. Die Nordperdhalle in Göhren ist nicht als Unterkunft für Asylbewerber im Gespräch. Es gäbe keine diesbezügliche Anfrage vom Landkreis, dementierte Bürgermeister Wolfgang Pester entsprechende Gerüchte. Auch der Kreis verneinte auf OZ-Nachfrage ein solches Ansinnen. Eine solche Idee sei zu keiner Zeit diskutiert worden. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 29. September 2015, Seite 9 Badminton-Pokal bleibt auf Rügen Der TSV Empor Göhren hat den Wanderpokal erfolgreich in Güstrow verteidigt und holt 16 Medaillen Von Rico Nestmann und Günther Budahn Göhren. Die Badmintonasse des TSV Empor Göhren starteten beim 2. Kinder- und Jugendpokal in Güstrow sensationell in die neue Spielsaison 2015/2016. Insgesamt 104 Aktive aus 12 Badmintonvereinen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kämpften auf 12 Feldern um die Medaillen in der sehr gut vorbereiteten Sport- und Kongresshalle in Güstrow. Es wurde in den Altersklassen U9 bis 17 der Mädchen und Jungen in den Leistungsklassen A und B gespielt. „Stark gespielt und knapp im Finale verloren - so das Ergebnis für unser Powermädel Emma Kankel, die sich in einem spannenden Finalspiel gegen Marleen Schwabe vom SG ERT Berlin geschlagen geben musste“, so Günther Budahn, Badminton-Cheftrainer des TSV Empor Göhren. Die Göhrenerin Lea Garand erkämpfte sich Rang 7 vor der Sassnitzerin Sharice Neumann, die den neunten Rang belegte. Bei den Jungen in dieser Altersklasse dominierte TSV-Spieler Finn Hellbach und gewann ohne Probleme alle seine Partien sicher in zwei Sätzen. Auch die Teilnehmerin in der AK U11B, Jasmin Sandhu, konnte sich über eine Silbermedaille freuen. „Eine starke Leistung zeigten die Mädels des TSV Empor Göhren in der Altersklasse U11A. Hier gab es Gold und Silber für Marie Bull und Louise Schröder in einem spannenden Drei-Satz-Finale“, freut sich Günther Budahn. Anneke Jandura vom Sassnitzer Badmintonverein erkämpfte Platz 4. Bei den Mädchen der Altersklasse U11B konnte Jenny Westphal gegen Tomke Schäfer (BSC95 Schwerin) triumphieren und errang verdient die Goldmedaille. Laura Giertz vom TSV Göhren belegte Platz 7. Paul Stein vom Göhrener Badmintonverein zeigte ein tolles Spiel in seiner Altersklasse U13A und gewann überlegen ebenfalls die Goldmedaille. Die beiden Sassnitzer Max Plamper und Malte Thomann erkämpften die Plätze 4 und 5. „Die Mädels in der Altersklasse U15 kamen nicht so richtig in Schwung. Am Ende reichte es leider nicht für einen Podestplatz“, so Budahn. Platz sechs erkämpfte Emily Schräpler vom TSV Göhren vor ihrer Mannschaftskollegin Lara Haack, die sich mit Platz 7 zufriedengeben musste. Lara-Michele Heinisch belegte Rang 8 vor Ricarda Philipp, die auf den 12. Rang kam. In der Altersklasse U15B der Mädchen sah es wieder erfreulicher aus. Hier gewann Maike Triphan ein wenig überraschend, aber ver- dient die lang ersehnte Goldmedaille. Sarah Kramer vom TSV Göhren kämpfte tapfer mit und errang am Ende Platz 8 vor Lucy Tulotzecki und Kim Krüger (beide Empor Sassnitz), die die Plätze 11 und 12 belegten. Eine super Leistung boten die Jungen in der Altersklasse U15 der Leistungsklasse A und B. „Eindeutig bestimmten die Badmintonasse von der Insel Rügen das Geschehen“, sagt Coach Günther Budahn. Die Plätze 1 bis 4 gingen ausschließlich nur an Spieler des TSV Empor Göhren. In einem hochklassigen und spannenden Finale bezwang Philipp Garand seinen Mannschaftskollegen Constantin Beddies in zwei Sätzen. Bronze erkämpfte sich der fleißige Malte Schulz knapp vor Tim Schwabe (alle TSV Göhren). Marvin Rother vom Empor Sassnitz kam am Ende auf Rang 5. In der Leistungsklasse B belegte Robin Sommerhoff die Silbermedaille vor seinem Göhrener Kollegen Hakon Grüning. Torben Beuning  - ebenfalls vom TSV Göhren - hatte bei seinem ersten Auftaktspiel ein wenig Pech und verlor nach einen Marathonspiel über eine Dreiviertelstunde knapp in 2:1 Sätzen. Torben belegte zum Schluss Platz 8. „Bei den Jungen der Altersklasse U17A und B hatten wir leider keinen Aktiven gemeldet“, so Budahn. Bei den Mädels holten Pauline Knaak und Lisa Giertz die Silber- und Bronzemedaille. Emmely Friedrichs, Starterin in der Altersklasse U17B, zeigte ebenfalls eine überzeugende Leistung und konnte sich am Ende über den Gewinn der Silbermedaille freuen. Erfolgreiche Bilanz Die Badmintonasse des TSV Empor Göhren haben erfolgreich und mit einem sensationellen Punktevorsprung gewonnen. Mit sechs Gold-, sieben Silber- und drei Bronzemedaillen kehrten die Badmintonasse als erfolgreichster Badmintonverein von diesem Pokal- turnier in Güstrow zurück. Die Göhrener gewannen die Vereinswertung von den drei besten Vereinen: 1. TSV Empor Göhren (33 Punkte), 2. BSC 95 Schwerin (12 Punkte), 3. Güstrower SC 09 (10 Punkte)              Erfolgreiche Badmintonasse des TSV Empor Göhren erkämpften zum zweiten Mal den Wanderpokal der Stadt Güstrow.              Quelle: Günther Budahn Quelle: Ostsee-Zeitung, 25. September 2015, Seite 18 Bauen an der Bäderküste für viele Rüganer unbezahlbar Göhren würde Einheimischen gern Sozialwohnungen anbieten, hat aber kaum noch Flächen, auf denen solche Wohnhäuser errichtet werden könnten Von Maik Trettin Göhren. Hohe Mieten machen das Wohnen in den Rügener Ostseebädern für viele Einheimische unerschwinglich. „Wir brauchen in unserem Ort sozialen Wohnungsbau“, forderte deshalb die frühere Göhrener Bürgermeisterin Bärbel Powilleit während einer Ein- wohnerfragestunde auf der vergangenen Gemeindevertretung von den derzeitigen Lokalpolitikern ein Engagement in diese Richtung. Denn: „Ohne bezahlbaren Wohnraum wird es bald kaum noch junge Leute in unserem Ort geben.“ Ursprünglich waren die Gemeinde- väter davon ausgegangen, dass sich das Problem der Abwanderung durch Ausweisung von Bauland beheben lasse. Um den Bedarf zu ermitteln, wurde in der Kurverwaltung extra ein Buch ausgelegt, in das sich einheimische Bauwillige eintragen können. Die Reso- nanz ist eher verhalten: Bislang haben sich sechs Interessenten gemeldet, die ein Grundstück mit einem Eigenheim bebauen möchten. Sieben suchen eine Wohnung. „Wir würden gern in Göhren ein Haus bauen“, sagt ein junger Familienvater, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.  Doch für einen Quadratmeter Bauland werden teilweise 200 Euro verlangt. „Das ist für uns unbezahlbar.“ Genau das moniert auch Bärbel Powilleit. Mit der Ausweisung von Eigenheimgebieten locke man keine jungen Familien in den Ort. „Die können sich das nämlich gar nicht leisten.“ Göhren solle sich deshalb lieber darauf konzentrieren, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Lieber heute als morgen, pflichtet ihr Bürgermeister Wolfgang Pester bei. Ein gutes Beispiel sei in dieser Beziehung die Insel Hidden- see. Über den Kurbetrieb errichtet die Kommune dort ein Haus mit zwölf Wohnungen (die OZ berichtete). In Göhren ist die Ausgangslage schlechter. „Die Gemeinde hat nicht eine einzige Wohnung mehr in ihrem Bestand und besitzt kaum noch Grundstücke“, sagt Pester. Ein Großteil des vielbeschworenen gemeindlichen „Tafelsilbers“ sei in der Vergangenheit verkauft worden. Sozialer Wohnungsbau werde in dem Ostseebad deshalb vermutlich nur funktionieren, wenn man einen privaten Investor für ein solchesVorhaben gewinnen kann. Der Bedarf ist auf jeden Fall groß, weiß Pester. „Und zwar nicht nur bei jungen Familien.“ Er habe viel Kontakt zu Senioren. Über 400 ältere Göhrener leben im Ort. „Die müssen sich mit den hohen Mieten herumschlagen.“ Preise zwischen acht und zehn Euro je Qua- dratmeter seien an der Tagesordnung, Wohnungen für sechs oder sieben Euro je Quadratmeter seien kaum noch zu finden. Bei einer durchschnittlich großen Zweiraumwohnung komme da eine gewaltige Miete samt Nebenkosten auf die Bewohner zu. Viele kämen ohne Witwenrenten gar nicht über die Runden, und nicht wenige hätten schon am 20. des Monats nicht viel mehr als 50 Euro im Porte- monnaie. Darunter leiden auch die Gewerbetreibenden, „denn was bleibt da noch an Kaufkraft?“, fragt Pester.  Viele seien einfach gezwungen, wegzuziehen und sich woanders günstige Wohnungen zu suchen. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 24. September 2015, Seite 13 Bauen an der Bäderküste für viele Rüganer zu teuer Einheimische können sich die Wohnungen in den touristischen Zentren oft gar nicht mehr leisten. Dort wird der Ruf nach sozialem  Wohnungsbau laut. Von Maik Trettin Göhren. Im Ostseebad Göhren auf Rügen werden Forderungen nach sozialem Wohnungsbau laut. Nur so könne man die Abwande- rung stoppen und neue Einwohner locken, sagte die frühere Bürgermeisterin Bärbel Powilleit und rief die Gemeindevertretern zum Handeln auf. Hintergrund sind die hohen Grundstücks- und Mietpreise an der Bäderküste. In Göhren sind für den Quadratmeter er- schlossenes Bauland rund 200 Euro zu zahlen; die Wohnungsmieten bewegen sich oft zwischen acht und zehn Euro je Quadratmeter. Das, so Bürgermeister Wolfgang Pester (parteilos), könnten viele ältere Bewohner von ihren Renten kaum noch bezahlen. Es gäbe immer mehr Betroffene, die schon weit vor dem Monatsende nur noch ein paar Euro zum Leben hätten, was wiederum die Gewerbe- treibenden zu spüren bekämen. Dass die Gemeinde helfen kann, ist derzeit wenig realistisch. Sämtliche Wohnungen und ein Großteil der kommunalen Grundstücke seien in den zurückliegenden Jahren verkauft worden, moniert Pester die Entscheidungen. Quelle: Ostsee-Zeitung - Onlineausgabe - 23.09.2015 17:08 Uhr                                                                                                                                                               Göhren. Der historische Festumzug bildete den Höhepunkt der Festwoche                                                                                 „850 Jahre Göhren“. Rund 300 Mitwirkende ließen vor zahlreichem Publikum                                                                                 die Geschichte des Ortes in bunten Bildern aufleben. Allen voran Bürgermeister                                                                                 Wolfgang Pester in Begleitung seiner Frau Martina im feinen Zwirn der guten                                                                                 alten Bäderzeit sowie der strahlenden Bernsteinkönigin Maxi Diwisch.                                                                                 Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 21. September 2015, Seite 1 Göhrener trotzten allen Wetterkapriolen Besucheransturm zum Ortsjubiläum mit Festumzug, Galabend und Frühstückstafel Von Gaia Born Göhren. Auf Regen folgt Sonnenschein — und dann wieder Regen. Die Göhrener hatten es bei ihrem 850-Jahre-Jubiläumsfest nicht leicht mit dem unentschlossenen Wetter. Doch das brachte die Feierwilligen nicht aus der Ruhe. „Wir machen fast nur Veranstaltungen draußen“, zuckte die stellvertretende Kurdirektorin Berit Waschow die Schultern. „Absagen mussten wir bisher selten eine Veranstaltung. Manchmal unterbricht der Regen eine Vorstellung oder wir müssen Zelte aufbauen - da ist eben Flexibilität gefragt und Improvisationskunst.“ Die hatten die Göhrener schon am Mittwoch bei der Eröffnungsveranstaltung gezeigt, die eigentlich auf der Seebrücke hätte stattfinden sollen. „Das Team rund um Herrn Pigard hat innerhalb einer Stunde den kompletten Aufbau in den Kurpavillon verlegt“, lobte Bürger- meister Wolfgang Pester, der am Sonnabend im strahlenden Sonnenschein mit Bernsteinkönigin Maxi Diwisch den Festumzug durch Göhren anführte.                       Fotos(6): Gaia Born                       Die vielen Mitwirkenden des großen Festumzuges sorgten für ein buntes Bild, das Ausschnitte aus der Geschichte des Ortes zeigte. Rund 300 Teilnehmer paradierten in liebevoll ausgesuchten, bunten Kostümen an den begeisterten Zuschauern vorbei. Dabei folgte der Ablauf einer zeitlichen Chronologie: Aus der Frühgeschichte Göhrens zogen Slawen und Wikinger und der dänische Geschichts- schreiber Saxo Grammaticus durch die Straßen. Rund 100 Schüler der Regionalen Schule Tom Beyer hatten sich ausgefallene Hüte gebastelt und brachten mit dänischen und schwedischen Farben die wechselvolle Geschichte mit beiden Nationen in Erinnerung. Das 19. Jahrhundert war durch den typischen Mönchguter Fischbauern vertreten, die farbenfrohen Trachten flogen, als die Trachtengruppe den Zugweg mit kleinen Tanzeinlagen auflockerte. Ein weiteres Highlight war die kleine Schulklasse, die den strengen Ausführungen der Lehrerin auf dem Wagen lauschte. Die Zeit ab 1878 hatte gleich mehrere Zuschauerlieblinge: Aus der Gästekutsche winkten zarte Damen mit Spitzenschirmen und die historischen Bademoden und die gute Laune auf dem Strandkorbwagen entlockten so manchem Zuschauer ein Schmunzeln. Die DDR-Phase von 1949 bis 1990 wartete mit schmucken Herren auf Fahrrädern mit Hilfsmotor auf. „Unsere Räder stammen aus den 50ern. Sie waren Bestandteil der Mobilisierung der DDR“, erklärt Sebastian Boden, einer der MAW-Freunde. Er ist mit seinen Mitstreitern immer wieder in Göhren zu Gast und freute sich sehr, nun auch am Festzug teilnehmen zu dürfen. Natürlich musste auch ein Trabbi neben anderen Oldtimern mit von der Partie sein. Die Göhrener Neuzeit präsentierte sich dann in der Abschlussgruppe „Göhren ab 1990“. Viele Mitarbeiter von Göhrener Betrieben begrüßten die Zuschauer, die Abteilung Sportakrobatik des TSV Empor Göhren imponierte mit Showeinlagen und auch die Feuerwehr Göhren zeigte von Handdruckspritze bis hochmodernem Leiterwagen, was sie zu bieten hat. Das Programm und die Atmosphäre in Göhren beeindruckte auch Sänger und Stargast Nino de Angelo, der nach seinem Aufritt rund 500 Autogramme gab. Er mag traditionelle Feste und attestierte Göhren Gemütlichkeit: „Was ich bisher gesehen habe, war schnucke- lig.“ Und der Star gab zu: „Kurz vor dem Auftritt bin ich auch nach all den Jahren noch aufgeregt - bis ich dann die Bühne betrete.“ Davon merkten die Zuschauer allerdings nichts. Fast alle blieben bei guter Stimmung, bis um 22 Uhr das grandiose Höhenfeuerwerk die Kulisse in magische Farben tauchte. Danach folgte die Lasershow, wetterbedingt nach hinten geschoben. Der Zulauf gefiel auch den vielen Verkäufern, die das Fest mitgestalteten. „Die Händler waren durch die Bank mit Umsatz und Be- sucherzahl zufrieden“, bestätigte Detlef Erz, verantwortlich für die Händler-Organisation. „Wir werden also keine 850 Jahre warten, sondern freuen uns schon auf das nächste Jahr mit Sommergarten- und Seebrückenfest.“ Auch Bürgermeister Pester war sehr zufrieden: „Ich habe das Gefühl, dass die Veranstaltung die Göhrener wieder mehr zusammen- geschweißt hat.“ Er könne sich vorstellen, dass das erste gemeinsame Frühstück der Göhrener am Sonntagmorgen an den beiden jeweils 850 Dezimeter lange Tafeln in der Waldstraße der Anfang einer langen Tradition wird. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 21. September 2015, Seite 15 850 Jahre Göhren: Ein Ort feiert sich 400 Menschen gestalten Festumzug / Gemeinsames Frühstück in Blau-Weiß am Sonntag / Chronik erschienen Von Gerit Herold Göhren. Das Wetter meinte es nicht gut zur Eröffnung der Feierlichkeiten zum 850. Ortsjubiläum am Mittwochabend. Kurzfristig musste ab- und neu aufgebaut werden. Der Sektempfang fand nicht wie geplant auf der Seebrücke statt, sondern am Kurplatz, wo Bürgermeister Wolfgang Pester und Bernsteinkönigin Maxi Diwisch die Festwoche offiziell eröffneten — als strahlende Gastgeber im Nieselregen. „Mir ist richtig warm geworden“, meinte Wolfgang Pester hinterher, der seine Jacke auf der Bühne ausgezogen hatte und sich im weißen Hemd präsentierte. Er dankte den vielen Helfern und Unternehmen aus dem Ort, die mit ihrem Einsatz und vielen Sach- und Geldspenden dazu beigetragen hätten, das bunte Programm für die Festwoche von Mittwoch bis Sonntag auf die Beine zu stellen. Trotz aller Querelen und Probleme im Ort: „Alle haben an einem Strang gezogen“, so das Gemeindeoberhaupt. Pünktlich zum Jubiläum der Ersterwähnung Göhrens in den Chroniken des dänischen Geschichtsschreibers Saxo Grammaticus, was den Ort zu einem der ältesten auf der Insel Rügen macht, ist auch die Chronik erschienen (Auflage: 2000 Stück, Preis: 2,50 Euro). Sie wurde im Auftrag der Kurverwaltung von einer Arbeitsgruppe — bestehend aus Bernd Elgeti, Jörn Fenske, Ellen Melzer, Vera Rusch und Siegfried Schmidt — erstellt. „Wir haben viel in alten Chroniken recherchiert. Aber auch viele Göhrener haben uns zugearbeitet, wie die Frauen der Volkssolidarität und der Vorsitzende des TSV Empor Göhren Wolfgang Pisch. Aber vor allem Bernd Elgeti hat uns viele Fakten geliefert“, blickte Vera Rusch zurück. Die Göhrenerin hatte den Part des Schreibens und Layoutens übernommen. In der Chronik ist neben einem umfassenden und bisher noch nie so vollständig dargestellten geschichtlichen Abriss ein Vorwort zu Saxo Grammaticus verankert. Zudem zeigen zahlreiche Bilddokumente Göhren früher und heute. Desweiteren wird über Persönlichkeiten berichtet, die mit Göhren verbunden sind. Saxo Grammaticus wird auch beim Festumzug am Sonnabend ab 14 Uhr zu sehen sein, der die Historie des Ortes in vielen bunten Bildern zeigt. „Mit rund 400 Mitwirkenden“, kündigt Berit Waschow, stellvertretende Kurdirektorin an. Die Leiterin Marketing & Events hat für den „DDR-Block“ Schultüte und Ranzen aus ihrer Kindheit zur Verfügung gestellt. Ein Hingucker des Zuges: die 100 Mädchen und Jungen der Regionalen Schule mit ihren riesigen selbstgestalteten Hüten, das historische Feuerwehrfahrzeug und Klassenzimmer mit Lehrerin und Schülern in Trachten auf Rädern und eine überdimensionale 850. Letztere bildet den Anfang, gefolgt von Bürgermeister Wolfgang Pester und Kurdirektor Jörn Fenske im Zwirn der Bäderzeit. Geschichte zum Anfassen — darum dreht sich heute alles in Göhren. Museumshof, Heimatmuseum, Rookhus und Museumsschiff Luise laden Besucher ein, es gibt historische Ortsführungen und der Traditionszug des Rasenden Rolands rollt mehrmals am Kleinbahnhof ein. Um 20 Uhr beginnt in der Nordperdhalle die Festveranstaltung, bei der Bürger für ihr Engagement geehrt werden und unter anderem die kubanische Sängerin Leticia auftritt. Karten für symbolische 850 Cent sind noch in der Kurverwaltung erhältlich. Nach dem Umzug morgen erleben Göhrener und Gäste ab 16 Uhr am Kurplatz Musik, Lasershow, Stargast Nino De Angelo und Höhenfeuerwerk (22 Uhr) sowie Piratenspiele und ein Wikingerlager. Am Sonntag beginnt um 10 Uhr ein Festgottesdienst in der Kirche von Göhren, den der Mönchguter Bläserkreis begleitet. Ab 11.15 Uhr heißt es dann: „Göhren frühstückt gemeinsam“. Dazu wird eine 850 Dezimeter lange Tafel in der Waldstraße stehen. Die Gäste werden gebeten, in blau-weißer Kleidung zu erscheinen und selbst auch Leckereien mitzubringen. Straßensperrungen Der Stabenweg wird am Sonnabend ab 12 Uhr für den Verkehr gesperrt sein. Eine Umleitung bis zum Beginn des Festumzuges um 14 Uhr geht über die Thiessower Straße. So fährt auch der Bus des ÖPNV, der dann nicht - wie gewohnt - in der Poststraße hält, sondern am Heimatmuseum (Strandstraße). Von 14 bis 16 Uhr ist der Ort wegen des Umzuges vom Kreisverkehr zum Kurplatz für Fahrzeuge gesperrt. Die Waldstraße ist am Sonntag von 7 bis 18 Uhr für den Verkehr gesperrt. Hier wird die 85 Meter (Dezimeter) lange Tafel aufgestellt für das gemeinsame Frühstück.                                                                                                                                                     Bürgermeister Wolfgang Pester und Bernsteinkönigin Maxi Diwisch eröffneten die Festwoche.                                          © Fotos: Gerit Herold Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Seebäder, 18. September 2015, Seite 11 Rechtlicher Hinweis zum Pressearchiv Die auf der vorliegenden Website unter "Pressearchiv" abrufbaren Presseartikel und Videobeiträge stammen nicht von Mönchgut History Torsten Döring. Daher machen wir ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die Presseartikel die Meinungen, Auffassungen und Recherchen der jeweiligen Redakteure bzw. Verfasser darstellen. Wir machen die Presseartikel und ihre Inhalte nicht zu unseren eigenen Auffassungen, sondern distanzieren uns ausdrücklich davon.  
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