„Schreibe auf, fotografiere, sammele und veröffentliche, was geht, dann bleibt es auch erhalten. Über die Wertung dessen brauchst du dir keine Sorgen zu machen, denn jede nachfolgende Generation erarbeitet sich ihr eigenes Geschichtsbild.”                                                                                                        Ruth Bahls
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Schüler von Frl. Bahls, Mönchguter Heimatforscher, Amateurfotograf & Hobbyfilmproduzent
© Torsten Döring       Ostseebad Göhren - Seebrücke -  
Pressearchiv - Mönchguter Museen im Ostseebad Göhren
Aktuelles aus den Mönchguter Museen Heimatmuseum Die Sanierungsarbeiten am Heimatmuseum laufen planmäßig. Der Dachstuhl und das Rohrdach wurden bereits erneuert. Auch der Erweiterungsbau, der mit dem historischen Gebäude verbunden wird, steht als Rohbau. Am 17. März 2017 wurde im Beisein vieler geladener Gäste ein zünftiges Richtfest gefeiert. Auch die Bürgermeister unserer polnischen Partnerstädte und die Direktoren der Museen Walcz und Karlino konnten an diesem Tag begrüßt werden. Die weitere Zusammenarbeit an unserem gemeinsamen Projekt „Polnisch-deutsches Geschichtsforum“ liegt allen Beteiligten sehr am Herzen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Miteinander, die Vernetzung von kleineren Museen im Gebiet der Europaregion POME- RANIA, die sich durch die Zusammenarbeit voranbringen, stärken und sich zum touristischen Anziehungspunkt weiter entwickeln. Die enge, kontinuierliche Zusammenarbeit, die uns seit 2014 verbindet, wurde zum Richtfest in einer kleinen Bildergalerie gezeigt. Im November des vergangenen Jahres wurde der gemeinsame Förderantrag für das Projekt eingereicht, nun gab es bis zum 6. März 2017 noch einmal die Möglichkeit, Antragsanlagen zu ergänzen. Nach aktuellem Informationsstand tagt die Beschlusskommission zu den INTERREG VA-Anträgen der Prioritätsachse „Natur & Kultur“ am 4. / 5. Juli 2017 in Stettin. Da das Interesse im Bereich „Natur & Kultur“ sehr groß war, gibt es 22 Antragsteller mit einem Förderbedarf von 65,4 Mio. Euro. Das geplante Budget beträgt jedoch nur 21,4 Mio. Euro. Bleibt abzuwarten, wie sich die Kommission zu unserem Antrag „Polnisch- deutsches Geschichtsforum“ entscheiden wird. Museumsschiff „Luise“ Nachdem der Projektantrag „Sanierung maritimer Zeitzeugnisse – Museumsschiff „Luise“, Ligger, Küstenfischkutter und Tonnenweg“ im Oktober 2016 durch die „Lokale Aktionsgruppe“ von LEADER Rügen als Leitprojekt zur Bewilligung empfohlenen Förderanträge gewählt wurde, konnte bis Ende Januar 2017 der Sanierungsantrag beim Staatlichen Amt für Umwelt und Landwirtschaft einge- reicht werden. Auch hier muss die Entscheidung der Behörde noch abgewartet werden. Die Sammlungen der Mönchguter Museen Die dauerhafte Bewahrung der Kunst- und Kulturgutsammlung der Mönchguter Museen ist eine wichtige und vorrangige Aufgabe, denn auf den Sammlungen basiert die gesamte Museumsarbeit. Seit 2016 arbeiten wir deshalb mit der Fa. Kurecon zusammen. Die Archiv- und Depotberaterin, Frau Yoshida, unterstützte uns in der Bedarfsplanung für ein Depotkonzept, arbeitete mit uns in zwei Workshops zu Themen der Sammlungsqualifizierung und fachgerech- ten Lagerung der unterschiedlichen Sammlungsbereiche. Im Mai wird als nächster Arbeitsschritt die Bestandssicherung der „Mönchguter Trachtensammlung“ beginnen. Im Zuge der weiteren Museumsentwicklung und Zentralisierung der Lagerung ist es dringend nötig, jede Tracht, jedes Einzelstück zu begutachten und konservatorisch zu versorgen. Damit kommt viel Arbeit auf die Mönchguter Museen zu, die aber für die Sicherung und damit den Fortbestand der Sammlung unbedingt geleistet werden muss. Die Arbeitsgruppe „Entsammlung“ der Gemeinde begleitet all diese Projekte und betreut die Umlagerung von Sammlungsstücken, die noch immer in verschiedenen Außenlagern auf Mönchgut untergebracht sind. Eine nächste Aufgabe wird dann die Begutachtung der bestehenden Depotsituation und die Abwägung verschiedener machbarer Varianten einer Depotplanung sein. Öffnungszeiten für Museumsbesucher In diesem Jahr können Gäste und Museumsbesucher nur das ROOKHUS besuchen, das der Förderverein der Mönchguter Museen e. V. betreut und immer mittwochs öffnet. Vielleicht finden sich geschichtsinteressierte Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, die Zeit und Lust haben, mitzuhelfen und von Mai bis Oktober an dem einen oder anderen Nachmittag im Rookhus Dienst zu übernehmen? Das würde uns freuen! Sie können sich gern beim Förderverein oder in der Museumsverwaltung im Haus Damp in der Thiessower Straße 7 informieren. Kontakt: Förderverein Mönchguter Museen e. V. www.foerderverein-moenchguter-museen.de info@foerderverein-moenchguter-museen.de Tel. 038308 / 2175 Kurverwaltung Ostseebad Göhren www.goehren-ruegen.de Tel. 038308 / 6679-0 Mönchguter Museen museum@goehren-ruegen.de Tel. 038308 / 2175 Informationsblatt Ostseebad Göhren / die Kurverwaltung informiert / Ausgabe 01/2017 Thema: Aus den Mönchguter Museen Für den Druck wurde das Informationsblatt Ostseebad Göhren gekürzt!! Quelle: Informationsblatt Ostseebad Göhren die Kurverwaltung informiert Ausgabe 01/2017 NDR 1 Radio MV Kulturjournal Interview mit Kurdirektor Jörn Fenske zum Thema Mönchguter Museen Kurdirektor Jörn Fenske äußert sich in einem Interview zum weiteren Fortgang der Baumaßnahmen am Heimatmuseum und dem Museumsstandort Göhren Quelle: YouTube Kanal der Kurverwaltung Göhren Ole und der Hauswurz Göhren. Ein bisschen Aberglaube kann nicht schaden. Finden zumindestens die Mönchguter. Böse Geister hielten die Poken schon immer gern mit Grünzeug fern. So wuchs auf dem Rohrdach über den Hauseingängen vielerorts der Hauswurz, so der triviale deutsche Name. Der botanische Name der Gattung, Sempervivum, bedeutet so viel wie „Immerlebend“. Schon lange vor Christus haben ihn die Menschen auf die Dächer ihrer Häuser gepflanzt, um diese vor Blitzschlag zu bewahren. Anscheinend hat das durchaus einen realen Hintergrund, wie neuere Untersuchungen beweisen. Häuser, deren Dach mit dieser robusten Pflanze bewachsen ist, werden offenbar tatsächlich weniger oft von Blitzen getroffen als andere. Außer vor Blitzschlag sollte das Kraut im Mittelalter auch vor Brand, Sturm und schwarzer Magie schützen. Anfang der 80er Jahre schenkte eine alte Reddevitzerin Museumsgründerin Fräulein Bahls einen schönen Hauswurz, den diese über dem Eingang des Göhrener Heimatmuseums anbringen ließ. Über 30 Jahre gedieh er dort und kümmerte sich um die ganze negative Energie. Doch bei der Dachsanierung wäre es fast um ihn geschehen. „Die Handwerker hatten ihn schon entfernt und Richtung Müll befördert. Ich habe mich dann seiner angenommen und ihn in meinem Garten überwintern lassen“, erzählt der Göhrener Architekt Olaf Neugebauer. Auf dem neuen Dach, mit Rügener Rohr gedeckt, wird er nun wieder über dem Eingang Platz nehmen und alle bösen Wesen von den Mönchguter Museen fernhalten. Steffi Besch Quelle: Ostsee-Zeitung,Lokalseite der Insel Rügen, 18. April 2017, Seite 12 Richtfest für Göhrener Museumsneubau Holzhaus hinter dem Heimatmuseum soll im Sommer fertig sein und den Trachten neuen Raum geben Ostseebad Göhren (sb). Im Zuge der Sanierung des Heimatmuseums entsteht auch ein Neubau, der mit dem denkmalgeschützten Nachbarn in erster Reihe verbunden ist. Er soll das neue Zuhause der Mönchguter Trachten aus dem Bestand des Museums werden. Am Freitag feierten Bürgermeister Wolfgang Pester und Zimmermann Uwe-Lutz Martens aus Stralsund mit zahlreichen Gästen das Richtfest. Fertig soll das Haus aus Holz, in das das Stralsunder Unternehmen Erfahrungen beim Bau des Hiddenseer Homunkulus einbringen kann, im Sommer sein. Eine Ausstellung ist dann zur Saison 2018 geplant. Deren inhaltliche Ausrichtung kann aber erst komplett erarbeitet werden, wenn weiteres Fördergeld fließt, das bei der Pomerania beantragt ist. Anfang Juli fällt die Entscheidung. Bürgermeister Wolfgang Pester betonte, dass ein positiver Bescheid für die Museen enorm wichtig wäre. „Um unser Motto ’Geschichte neu erzählt’, also die spannende Neuinszenierung insbesondere Mönchguter Geschichte mithilfe der Mönchguter und Pommerschen Trachten, in der von uns geplanten Weise umsetzen zu können“. Margot Mandelkow, Fördervereinsmitglied, unterstrich zudem, dass die Mönchguter Museen „nur zufällig in Göhren“ stünden. „Ich wünsche mir, dass die finanzielle Last künftig nicht mehr nur auf den Schultern der Gemeinde Göhren lastet. Bitte setzen Sie sich zusammen und reden Sie!“, forderte die engagierte Museumsfreundin, mit Blick Richtung Reinhard Liedtke, Amtsvorsteher und Bürgermeister der Ostseebades Sellin. Quelle: Ostsee Anzeiger - Der Rüganer, 22. März 2017, Seite 7 Prost up dat niege Hus för de Trachten Göhren. Im Zuge der Sanierungsarbeiten im Heimatmuseum entsteht auch ein Neubau, der mit dem denkmalgeschützten Nachbarn in erster Reihe verbunden ist. Er soll das neue Zuhause der Mönchguter Trachten aus dem Bestand des Museums werden. Gestern feierten Bürgermeister Wolfgang Pester und Zimmermann Uwe-Lutz Martens aus Stralsund mit zahlreichen Gästen das Richtfest. Fertig soll das Haus aus Holz im Sommer sein. Eine Ausstellung ist dann zur Saison 2018 geplant. Deren inhaltliche Ausrichtung kann aber erst komplett erarbeitet werden, wenn weiteres Fördergeld fließt, das bei der Pomerania beantragt ist. Anfang Juli fällt die Ent- scheidung. Steffi Besch Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Insel Rügen, 18. März 2017, Seite 14 Mönchguter Museum wird Pommersches Trachtenmuseum Die Gemeinde Göhren feiert Richtfest für die Erweiterung der Einrichtung, die lokale Trachten ausstellen und die regionale pommersche Geschichte dokumentieren soll. Mehr als 600 000 Euro kostet das Projekt. Die Eröffnung ist 2018 geplant. Deutsche Presse-Agentur/MV Göhren. Das Heimatmuseum Mönchgut in Göhren auf der Insel Rügen wird zum Pommerschen Trachtenmuseum umgebaut. Dazu wird das Gebäude saniert und um einen Anbau ergänzt, wie der Kurdirektor Jörn Fenske sagte. Am Freitag feierte die Gemeinde Richtfest für das Museum, das 2018 öffnen soll. Die Mönchguter Fischertracht wurde bis in die 1940er Jahre von Fischern im Südost-Zipfel der Insel Rügen als Arbeits- und auch Festtracht getragen. Erhaltene Exemplare, von denen die Gemeinde mehr als zehn besitzt, werden Kern der neuen Ausstellung. Zudem will sich das Museum auch den anderen Pommern-Trachten widmen: der Belbucker Bauerntracht, der Jamunder Bauerntracht und der Weizacker Bauerntracht, wie Fenske sagte. Diese Trachten wurden in Regionen Pommerns getragen, die im heutigen Polen liegen. Das Museum will auch diese Trachten ausstellen und die regionale pommersche Geschichte dokumentieren. Der Umbau des Mönchguter Heimatmuseums kostet rund 630 000 Euro. Davon stammen etwa 360 000 Euro aus EU-Fördermitteln. Das Museum soll Planungen zufolge im Jahr 2018 eröffnen. Beantragt sind zudem Mittel aus Programmen der Euro-Region Pome- rania. Diese Gelder sind bislang noch nicht genehmigt. Der Landestourismusverband hat für 2017 ein Themenjahr Tradition und Brauchtum ausgerufen, um bestehende und verlorenge- gangene Traditionen und Brauchtümer zu präsentieren und touristisch besser zu vermarkten. Das Gelände des Rookhus der Mönchguter Museen. Quelle: Stefan Sauer/archiv Quelle: Deutsche Presse-Agentur/MV, 17. März 2017 Pressemitteilung der Kurverwaltung Ostseebad Göhren Richtfest am neuen Trachtenmuseum in Göhren Bau des neuen Trachtenmuseums geht planmäßig voran Am heutigen Tag fand im Ostseebad Göhren das Richtfest am neu entstehenden Trachtenmuseum (Neubau hinter dem Heimatmuse- um) statt. Geladene Gäste, darunter auch Vertreter/-innen aus den polnischen Partnerstädten Walcz und Karlino (vgl. Foto), konnten sich von dem erzielten Baufortschritt überzeugen und in Gesprächen mit dem Architekten die weiteren Planungen ergründen. Herr Pester, Bürgermeister des Ostseebades Göhren, nannte in seiner Dankesrede die beteiligten Firmen, Ämter und Institutionen, die am guten Gelingen und erzielten Baufortschritt maßgeblichen Anteil hatten. Die Arbeiten werden natürlich weiter zügig voran-gehen und wir hoffen, dass die Eröffnung wie vorgesehen 2018 stattfinden kann. Quelle: Pressemitteilung der Kurverwaltung Ostseebad Göhren, 17. März 2017 Heimatmuseum: Anbau-Richtfest im März Betreibung noch offen / Fördermittel für Museumsschiff beantragt / Museumshof bleibt Sorgenkind Von Gerit Herold Göhren. Das neue Rohrdach glänzt schon in der Sonne. Die Sanierungsarbeiten beim Heimatmuseum in Göhren gehen voran. „Wir liegen im Plan“, informiert Kurdirektor Jörn Fenske. Im August letzten Jahres war mit den Arbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude begonnen worden. Dahinter entsteht zudem ein moderner Erweiterungsbau. Um die Mönchguter Museen zukunftsfähig zu machen, soll das Heimatmuseum neu konzipiert und zum „Pommerschen Trachtenmuseum“ als wissenschaftlich arbeitendes Museum entwickelt werden (die OZ berichtete). Bauherr ist der kommunale Eigenbetrieb Kurverwaltung. Das Heimatmuseum wurde komplett entkernt und wird nun unter anderem mit neuen Fenstern, neuer Elektrik und Fußbodenheizung versehen werden. Die alten Nachtspeicheröfen werden durch eine moderne Heizung ersetzt. Für eine authentische Optik des um 1847 errichteten Hauses wurde der Schornstein, der künftig nicht mehr genutzt wird, stehen gelassen. Rund 630000 Euro kostet die Baumaßnahme, in die 360000 Euro an Fördermitteln aus dem Leader-Programm fließen.  Auch der moderne Anbau nimmt langsam Formen an. Für den Neubau stehen bereits die hölzernen Seitenwände. Hier soll am 17. März Richtfest gefeiert werden, kündigt der Kurdirektor an. Und ebenso, dass zur Saison 2018 die neue Ausstellung präsentiert werden soll.  Deren inhaltliche Ausrichtung kann aber erst komplett erarbeitet werden, wenn weiteres Fördergeld fließt. Die finanziellen Mittel haben die Göhrener gemeinsam mit ihren polnischen Partnergemeinden Walcz und Karlino bei der Kommunalgemeinschaft Pomerania bean- tragt. Ziel ist ein Polnisch-deutsches Geschichtsforum als innovatives Museumsnetzwerk. „Die Identität und Geschichte von Pommern soll anhand von Einzelgeschichten herausgearbeitet werden, unser Part sind die Trachten“, so Jörn Fenske. Doch das Bewilligungs- Prozedere verzögert sich immer wieder. Eigentlich sollte schon Mitte letzten Jahres eine Entscheiddung fallen. Neuer Termin ist nun Anfang Juli. „Bei der Pomerania sind Projekte im Umfang von 65 Millionen Euro beantragt worden, 21 Millionen Euro stehen aber nur zur Verfügung“, weiß Bürgermeister Wolfgang Pester. Sollten Göhren und seine polnischen Partner doch leer ausgehen, muss auf Plan B ausgewichen werden. Fenske: „Wir können das Museum auf jeden Fall auch so füllen und eröffnen, aber dann wird es nicht  das, was wir eigentlich wollten.“ Noch aber stehen die Zeichen gut für eine Neuausrichtung. Dass hier die Geschichte Mönchguts (neu) erzählt wird, darauf sollen Be- sucher künftig schon vor der Tür neugierig gemacht werden. Ein Hingucker könnte eine Familie in Trachten aus Holz sein, die als Fotomotiv dienen könnte. Für den Anker, der immer vor dem Eingangsbereich lag, soll eventuell ein neuer Platz gefunden werden.  „Thematisch passt er gut zum maritimen Areal am Südstrand, aber das muss noch diskutiert werden“, so Fenske. Doch erst einmal muss der Anker, eines der Wahrzeichen des Ortes, rekonstruiert werden. Wie befürchtet, ist bei seinem Versetzen im Zuge der Bauarbeiten das Holzteil auseinandergefallen.  Dass Göhren auch mit seinen maritimen Zeitzeugen ein wertvolles, aber auch kostenintensives und somit schweres Erbe hat, wissen Bürgermeister und Kurdirektor auch mit Blick auf den Museumsbereich am Südstrand. Dort befinden sich Museumsschiff „Luise“, Küstenfischkutter, Tonnenweg und auch der Ligger, die dringend saniert werden müssen. Damit soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Kosten: 290000 Euro. Dafür wurden Fördermittel beantragt, ebenfalls aus dem Leader-Topf. Der marode Ligger sollte eigentlich entfernt werden. Doch der Ligger (Lieger), ein Bootskörper mit Löchern, der einst zum Hältern der Fische genutzt wurde, soll laut Experten der letzte an der deutschen Ostseeküste sein. Noch immer völlig offen ist, wie die musealen Einrichtungen Göhrens künftig wieder betrieben werden sollen. „Wir sind nicht in der Lage, das alles personell abzudecken“, so der Bürgermeister. Allein für das Trachtenmuseum würden im Jahr 200000 Euro an Personalkosten anfallen. Über zwölf Jahre lang hatte der Museumsförderverein die Trägerschaft für die Einrichtungen übernommen, bis er 2014 den Bewirtschaftungsvertrag mit der Gemeinde kündigte, weil er die Kosten für Personal und Unterhaltung nicht mehr hätte aufbringen können. Dann wurde die Kurverwaltung unfreiwillig Betreiber. Der Förderverein hat für das Rookhus und das Haus Damp eine Nutzungsvereinbarung.  „Göhren hat mit seinen Einrichtungen die Aufgabe, die Geschichte von Mönchgut zu erzählen, aber die Frage ist: Was können wir uns  leisten? Vier Häuser, acht Leute und Mindestlohn“, legt Wolfgang Pester die Stirn in Falten. Er erhofft sich deshalb Unterstützung von den anderen Mönchguter Gemeinden. Middelhagen und Thiessow hätten diese bereits signalisiert, Gespräche mit Baabe und Gager stehen noch aus. Wichtig sei in diesem Zusammenhang eine intensivere Vernetzung und gemeinsame Werbung – auch mit Blick auf die Kurkarte, schaut Kurdirektor Jörn Fenske voraus. Das Areal an der „Luise“ soll nach der Sanierung einem Betreiber zur Verfügung gestellt werden. Dies sei auch im Förderantrag so formuliert worden. Ob der Fördermittelgeber dies akzeptiert, bleibt abzuwarten.  Auch, was sich am Südstrand künftig entwickeln könnte. In Zusammenarbeit mit einem Betreiber könnten dort ein Imbiss und die dort dringend notwendigen Toiletten errichtet werden. Derzeit gibt es in diesem Bereich aber kein Baurecht, betont der Bürgermeister. Die politische Debatte müsse zeigen, was dort bautechnisch zugelassen wird. „Ziel ist es aber nicht, dass der Südstrand wie der Nordstrand entwickelt wird“, betont Pester. Eines ist zumindest sicher: Am ersten Maiwochenende wird dort wieder Göhrens wohl bekanntestes Fest gefeiert, das sich um den Hering, die Schifffahrt und die beste Mönchguter Fischsuppe dreht. Das größte Sorgenkind ist und bleibt der Museumshof mitten im Ortszentrum. Es hatte sich längst ein Betreiber gefunden, der das Areal mit Gastronomie und Kunst wiederbeleben wollte. Doch die Gemeinde musste zurückrudern, weil auf dem Museumshof – wie auch im Heimatmuseum – laut Gutachten das zu DDR-Zeiten gängige Holzschutzmittel Hylotox nachgewiesen wurde. „Unser Haus- halt lässt aber eine weitere Gebäudesanierung nicht zu“, stellt der Bürgermeister klar und ergänzt: „Hier haben wir noch gar keinen  Plan B.“ Unermüdliche Aufbauarbeit Die Lehrerin und Museumsgründerin Ruth Bahls (1909 – 1994) baute die Mönchguter Museen auf: In Göhren eröffnet 1963 das Heimatmuseum im denkmalgeschützten Bauern-, Fischer- und Lotsenhaus in der Strandstraße mit Trachten und Ortsgeschichte. 1971 wird der Museumshof in der Strandstraße eröffnet mit Ausstellungen zur Arbeit der Mönchguter Fischerbauern. 1977 folgt das Rookhus in der Thiessower Straße mit der Wohnkultur im 18. Jahrhundert. Auf dem Gelände befindet sich auch das 1852 errichtete „Haus Damp“, das 2011 saniert wurde. 1982 wird der Küstenfrachter „Luise“ als Museumsschiff am Südstrand der Öffentlichkeit übergeben. 1991 gründet sich der „Förderverein zum Schutz, zur Pflege und weiteren Entwicklung der Mönchguter Museen e.V.“. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Insel Rügen, 9. März 2017, Seite 12 Rechtlicher Hinweis zum Pressearchiv Die auf der vorliegenden Website unter "Pressearchiv" abrufbaren Presseartikel stammen nicht von Mönchgut History Torsten Döring. Daher machen wir ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die Presseartikel die Meinungen, Auffassungen und Recherchen der jeweiligen Redakteure bzw. Verfasser darstellen. Wir machen die Presseartikel und ihre Inhalte nicht zu unseren eigenen Auffassungen, sondern distanzieren uns ausdrücklich davon.
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