„Schreibe auf, fotografiere, sammele und veröffentliche, was geht, dann bleibt es auch erhalten. Über die Wertung dessen brauchst du dir keine Sorgen zu machen, denn jede nachfolgende Generation erarbeitet sich ihr eigenes Geschichtsbild.”                                                                                                        Ruth Bahls
Startseite Impressum & Copyright Kontaktadresse Pressemitteilungen Pressearchiv Mönchguter Museen Pressearchiv Ostseebad Göhren
Schüler von Frl. Bahls, Mönchguter Heimatforscher, Amateurfotograf & Hobbyfilmproduzent
© Torsten Döring       Ostseebad Göhren - Haus Damp -  
Pressearchiv - Mönchguter Museen im Ostseebad Göhren
Ein stiller Autor und großer Erzähler 70. Todestag von Max Dreyer: Göhren und Museumsförderverein würdigen den „Dichter der Ostsee“ Von Gerit Herold Klein Zicker/Göhren. Der Wind drückt kräftig gegen die Scheiben der Loggia. Ein paar Meter dahinter peitschen die Wellen an die Küste von Klein Zicker. Das Meer, der weite Horizont – Margot Mandelkow kennt alle Facetten und liebt sie. Sie lebt mit ihrem Mann Erwin in dessen Geburtshaus in der Dörpstrat 22. Es ist das letzte Haus vor dem Wasser, das unaufhörlich an der Küste nagt. „100 Jahre haben wir noch“, sagt die 82-Jährige mit freundlichen, wachen Augen. Dem Meer galt auch Max Dreyers große Liebe. Keiner habe dessen Urgewalt so gut beschrieben wie der „Dichter der Ostsee“, der 36 Jahre lang in Göhren lebte, sagt Margot Mandelkow. Die frühere Lehrerin und Ehrenvorsitzende des Mönchguter Museumsförder- vereins hat sich intensiv mit dem Schriftsteller und Dramatiker beschäftigt und schwärmt: „Er hat so eine Sprachgewalt, er hat mit Worten gemalt.“ Was sie meint, ist im Ostseeroman „Ohm Peter“ nachzulesen. Oder im Buch „Gestrandet – Mönchguter Erzählungen“. Dreyer beschreibt darin packend den Einsatz eines Ruderrettungsbootes am Nordperd, wo ein Schiff gestrandet war. Damit habe er der Epoche der Rettungsruderboote ein literarisches Denkmal gesetzt, erläutert der bedeutende maritime Autor Hans Georg Prager in seinem Buch „Retter ohne Ruhm. Das Abenteuer der Seenothilfe“, in dem er den Auszug mit aufnahm. „Die Luft brüllt und das Wasser schreit . . . er weist auf die tob- süchtige Brandung, die sich selber würgt und verschlingt. . . Und immer tödlicher beißen und krallen sich die Wellen an das Wrack“, schreibt Dreyer. Nicht nur das Meer, sondern vor allem auch die Menschen, die an der Küste leben, hat Dreyer mit Worten lebendig werden lassen. „Er hatte die Zunge am richtige Fleck, man sagte über ihn: Hei is’n Kierl wäst“, so Margot Mandelkow. Und Prof. Karl-Ewald Tietz schätzte einst ein: „Seine mit dem Meer und der Küstenlandschaft verbundenen Bücher zählen zum besseren Bestand der pommer- schen und mecklenburgischen Literatur in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.“ Max Dreyer wurde am 25. September 1862 als Sohn eines Lehrers in Rostock geboren. Er studierte in Rostock und Leipzig kurzzeitig Theologie und schließlich Philologie. Dem studierten Sprachwissenschaftler und promovierten Dr. phil., der als Gymnasiallehrer arbeitete, missfiel aber der Schuldienst. Er ging nach Berlin, wo er Redakteur der „Täglichen Rundschau“ und intensiv literarisch tätig wurde. Der Naturalist gehörte dem Friedrichshagener Dichterkreis an, war mit den Brüdern Heinrich und Julius Hart sowie mit Gerhart Hauptmann befreundet. 1899 wurde am Deutschen Theater sein „Probekandidat“ mit großem Erfolg aufgeführt und machte ihn deutschlandweit bekannt. Doch die Sehnsucht nach der Heimat zog ihn aus dem pulsierenden Stadtleben in die Mönchguter Abge- schiedenheit. 1901 erwarb er in Göhren ein Stück Ödland auf dem Höft und erbaute hier sein „Drachenhaus“, dessen Giebelenden wie die Wikingerschiffe mit Drachenköpfen verziert wurden. 1920 wurde er hier mit seiner Frau Victoria sesshaft, am 27. November 1946 starb er – ein paar Monate vorher hatte ihn Göhren, wo er liebevoll „Uns' Dokting“ genannt wurde, zum Ehrenbürger ernannt. Dreyer verfasste mehr als 60 literarische Werke: Romane, Novellen, Erzählungen, Bühnenstücke, Gedichte sowie verschiedene Beiträge für Zeitungen. Vor allem seine Stücke waren einst populär. So wurde im Stralsunder Schauspielhaus am 25. September 1912 die Winterspielzeit mit dem neuesten Lustspiel von Dreyer eröffnet. Und auch im Dezember 1978 hat die „Plattdütsch Späldäl to Stralsund“ im Theater die Fischerkomödie „Das Sympathiemittel“ (Hinstorff Verlag Rostock 1956) gespielt, ist im Archiv der OSTSEE-ZEITUNG aufzuspüren. Heute ist Dreyer weitgehend unbekannt. „Es gibt von Dreyer kaum etwas zu kaufen, es wurde nichts mehr neu aufgelegt“, weiß Margot Mandelkow und verweist auf Pastor em. Willy Passig, der 2005 in Rostock die „Max-Dreyer-Stube“ öffnete und 2009 im Eigenverlag die Veröffentlichung „Der Schriftsteller Max Dreyer – Ein Beitrag zur norddeutschen Literaturgeschichte“ herausgab sowie zwei Hefte mit jeweils zwei Novellen. Dreyer ist nicht unumstritten. Weil er unter den Nazis nicht emigrierte und 1942 Auszeichnungen entgegennahm, wird ihm von Kritikern Nähe zum Dritten Reich nachgesagt. Nach dem Krieg war seine schriftstellerische Heimatverbundenheit beim Aufbau der DDR offenbar nicht gefragt. „Er war kein Arbeiterschriftsteller, aber einer, der nahe bei den Menschen, bei seiner Heimat war“, so Mandelkow. Dreyer war ein stiller Autor. Und ein großer Erzähler. Sein literarisches Erbe mehr ins Bewusstsein zu rücken, ist ein Anliegen des Museumsfördervereins. Anlässlich des 70. Todestages von Max Dreyer hat Margot Mandelkow mit einem Vortragsabend an sein Leben und Schaffen erinnert. In Göhren wird dies auch damit getan, dass neben der Bibliothek eine Straße seinen Namen trägt. „Wir ehren unsere Ehrenbürger zu wenig“, befindet Bürgermeister Wolfgang Pester. Er legte jetzt am Grab von Max Dreyer auf dem Göhrener Friedhof, auf dem auch Ehrenbürgerin und Museumsgründerin Ruth Bahls (1909-1994) ihre letzte Ruhe fand, Blumen nieder. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Insel Rügen, 6. Dezember 2016, Seite 10 Aus den Mönchguter Museen Es ist sehr erfreulich, dass sich viele Göhrener Einwohner und Besucher sehr für die Zukunft der Mönchguter Museen und den aktuellen Stand der Arbeiten rund um den Erhalt der Museen interessieren. Gerne informieren wir an dieser Stelle mit den aktuellen Neuigkeiten aus den vergangenen Wochen und Monaten. 1. Bauarbeiten am Heimatmuseum Das Heimatmuseum ist das Zentrum, das Herz, der Mönchguter Museen. Es wurde 1963 als zweites Museum auf der Insel Rügen eröffnet und gehört somit zu den ältesten Kultureinrichtungen Rügens. Nach der Beantragung von Fördermitteln bei LEADER Rügen im vergangenen Jahr wurden die Sanierung des Hauses und die Erweiterung mit einem neuen Ausstellungsgebäude als Leitprojekt ausgewählt. In diesem August begannen die Arbeiten, die inzwischen für jedermann gut sichtbar sind, mit der Entkernung im Gebäude. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir eine ganz besondere Besucherin der Baustelle begrüßen, denn am 17. August besuchte Bundes- kanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Burkhard Lenz die Mönchguter Museen, besichtigte die Baustelle und erkundigte sich nach den noch bevorstehenden Herausforderungen rund um Sanierung und Betreibung der Museen. Im gemeinsamen Gespräch mit Bürgermeister Wolfgang Pester und Kurdirektor Jörn Fenske konnten einige Ansatzpunkte für eine weitere Hilfestellung erörtert werden. Eine Untersuchung des Gebälks ergab eine hohe Schadstoffbelastung, weshalb der gesamte Dachstuhl abgerissen und erneuert werden muss. Inzwischen wurde bereits mit dem Aufbau eines neuen Dachstuhls begonnen. Solcherlei „Überraschungen“ sind bei Arbeiten an alten Gebäuden sicher nichts Ungewöhnliches, dennoch sorgt dies natürlich unweigerlich für Verzögerungen am Bau. Es ist zu hoffen, dass das Winterwetter nicht zu streng ausfällt, so dass die Arbeiten zügig fortgesetzt werden können und vielleicht etwas Zeit aufgeholt wird. Gleichzeitig begannen ebenso die Fundamentarbeiten für das neue Ausstellungsgebäude, welches sich hinter dem ursprünglichen Gebäude anschließen wird. 2. Aktueller Stand im Trachten-Projekt Das Projekt „Förderung über INTERREG V A“ über die Kommunalgemeinschaft Europaregion POMERANIA e. V. läuft indes weiter. Am 20. September 2016 unterzeichneten die Vertreter der Partnerstädte Walcz, Karlino und Ostseebad Göhren einen „Partner- schaftsvertrag“, der die weitere Zusammenarbeit und Fördermittelbeantragung regelt. Dieser Fördermittelantrag läuft unter dem Titel „Polnisch-deutsches Geschichtsforum“ und wurde nach mehreren gegenseitigen Arbeitstreffen, intensiven Gesprächen und gemein- samer inhaltlicher Formulierung entwickelt. Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Miteinander, die Vernetzung von kleineren Museen im Gebiet der Europaregion POMERANIA, die sich durch die Zusammenarbeit voranbringen, stärken und sich zum touristischen Anzieh- ungspunkt weiter entwickeln. Trotzdem verfolgt auch jedes Museum im Rahmen der gemeinsamen Aktivitäten sein eigenes Thema weiter: - Die Stadt Walcz plant die Erweiterung des Freilichtmuseums „Pommernwall“, das sich besonders dem Thema der Bildung und   Vermittlung widmet. - Die Stadt Karlino möchte ihr stadtgeschichtliches Museum erweitern, um die Sammlung, die auch viele Zeugnisse der Stadt Deutsch   Krone beherbergt, besser zu präsentieren. - Wir möchten im Heimatmuseum die Geschichte der Halbinsel Mönchgut erzählen und im angeglie derten Neubau die „Pommerschen   Trachten“ in ihrer Vielfalt und Schönheit zeigen. Nach intensiven Vorbereitungsarbeiten durch alle drei Partner wurde der gemeinsame Antrag am 2. November 2016 durch die Lead- partnerin, das Kulturzentrum Karlino, in der Pomerania-Geschäftsstelle in Löcknitz eingereicht. Bis zum Jahresende wird eine Beschlusskommission die eingegangenen Anträge prüfen. 3. Spende für die Mönchguter Museen Am Samstag, den 16. Juli 2016, fand auf dem Golfplatz in Karnitz ein besonderes Golfturnier statt, denn bei diesem Charity-Turnier wurde um Spenden für die Mönchguter Museen gebeten. Schirmherr und Initiator dieses Turniers war Landtagsabgeordneter Burkhard Lenz, dem die Mönchguter Museen besonders am Herzen liegen. Als Dankeschön präsentierten sich die Mönchguter Museen mit einem Infostand. Mit dabei war auch Kapitän a. D. Frank Sakuth aus Thiessow mit einer Seemannsknotenschule. Die Teilnehmer des Turniers waren sehr großzügig, so dass insgesamt 1.500,00 EURO an Spenden für die Mönchguter Museen zu- sammengekommen sind. Vielen herzlichen Dank an alle, die sich daran beteiligt haben. 4. Museumsschiff „Luise“ Zwar blieb das Museumsschiff in diesem Jahr für den Besucherverkehr geschlossen, trotzdem wird an der Erhaltung dieses einzig- artigen Museumsstandortes gearbeitet. Es fanden Vor-Ort-Termine mit Fachleuten und Experten statt, um Meinungen zur Erhaltung und Pflege der maritimen Sachzeugen einzuholen. Dr. Thomas Förster vom Meeresmuseum Stralsund, Bootsbauer Mathias Lorenz aus Middelhagen, Jens Lochmann aus Ahrenshoop, ein ausgewiesener Fachmann für historischen Bootsbau, und Hermann Steidlinger, Sachverständiger für Schiffbau aus Ellerbek bestätigten die Einmaligkeit der historischen Objekte und damit deren Erhaltungswürdigkeit. Da der Gemeinde Ostseebad Göhren als Eigentümer der vier Museumsstandorte sehr an der Erhaltung unserer Museumslandschaft gelegen ist, wurde beschlossen, bei LEADER Rügen einen Antrag auf Förderung zur „Sanierung maritimer Zeitzeugnisse – Museumsschiff „Luise“, Ligger, Küstenfischkutter und Tonnenweg“ einzureichen. Am 26. September stellten Herr Fenske und Frau Melzer diesen Projektantrag bei der Lokalen Aktionsgruppe vor. Bereits Anfang Oktober erteilte die Regionalmanagerin von LEADER Rügen Auskunft, dass unser Projekt als Leitprojekt auf den 1. Platz der zur Bewilligung empfohlenen Förderanträge gewählt wurde! 5. Die Sammlungen der Mönchguter Museen Viele Einwohner Mönchguts kennen noch die Museumsgründerin Ruth Bahls und können sich gut daran erinnern, dass sie alles  sammelte, was mit der Volkskunde und Regionalgeschichte der Insel Rügen und im Besonderen mit Mönchgut zu tun hatte. Zum Museum gehörten im Laufe der Jahre mehrere Außenlager, in denen Teile der großen Sammlung untergebracht wurden. Das  soll sich in der Zukunft ändern. Die Kurverwaltung arbeitet deshalb mit der Fa. Kurecon, der Dipl.-Restauratorin Maruchi Yoshida, zusammen, die eine ausgewiesene Depot- und Archivberaterin ist. Ihre Firma ist außerdem in der Lage, für Museen Kulturgut- rettungscontainer bereit zu stellen, die z. B. als Zwischenlager für empfindliche Sammlungsbereiche wie Textilien oder Kunstwerke genutzt werden können. Frau Yoshida nahm bereits eine Erfassung des Sammlungsbestandes vor. Als Ergebnis liegen nun eine belastbare Analyse und ein Mengengerüst vor, die Rückschlüsse auf den tatsächlichen Raumbedarf für die Sammlungen zulassen. Mitte November gab es unter Leitung der Expertin zwei Workshops zum Thema „Dauerhafte Bewahrung der Kunst- und Kulturgut- sammlungen der Mönchguter Museen“. Hierzu wurden auch der Amtsvorsteher des Amtes Mönchgut-Granitz, die Bürgermeister und  Kurdirektor*innen von Mönchgut, interessierte Bürger*innen und Mitglieder des Fördervereins der Mönchguter Museen eingeladen. Mit dieser Veranstaltung soll ein erster Schritt getan werden, um gemeinsame, strategische Ziele für die Museumsentwicklung zu  formulieren. Informationsblatt Ostseebad Göhren / die Kurverwaltung informiert / Ausgabe 02/2016  Thema: Aus den Mönchguter Museen Für den Druck wurde das Informationsblatt Ostseebad Göhren gekürzt!! Quelle: Informationsblatt Ostseebad Göhren die Kurverwaltung informiert Ausgabe 02/2016 Museumsgespräch Der Göhrener Max Dreyer Middelhagen (DR). Mitglieder, Freunde und Förderer des Förderverein Mönchguter Museen sind am kommenden Freitag, 25. November zum nächsten Museumsgespräch eingeladen. Das Thema des Abends lautet „Mein Drachenhaus und was es sich mit mir erzählt“, Referentin ist Margot Mandelkow. Los geht es um 19 Uhr im Saal der Kurverwaltung Middelhagen, Dorfstraße 4. Aus Anlass des 70. Todestages von MAX DREYER liest Frau Mandelkow Episoden aus seinem Schaffen, gibt einen Überblick über das aus etwa 60 Werken bestehende Repertoire und macht Sie durch zusammenfassende Inhaltsangaben mit einigen seiner Werke näher vertraut. Es ist unser Anliegen, mehr Kenntnis über Leben und Werk Max Dreyers, der von 1920 bis 1946 im Ostseebad Göhren lebte und Ehrenbürger ist, zu verbreiten. Prof. Karl-Ewald Tietz sagte einst von ihm: „Seine mit dem Meer und der Küstenlandschaft verbundenen Bücher zählen zum besseren Bestand der pommerschen und mecklenburgischen Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.“ Quelle: Ostsee Anzeiger - Der Rüganer, 23. November 2016, Seite 4 Rügenliebhaber beim Museumsgespräch Göhren. Der Förderverein der Mönchguter Museen lädt am Freitag, 28. Oktober, zum Museumsgespräch unter dem Titel „das RÜGENgefühl“ ein. Dies findet um 19 Uhr in den Ferienhäusern am Hochufer, Carlstraße 7, statt. Referent ist Jens Löper. Der 45-Jährige lebt vor den Toren Lübecks und arbeitet in Hamburg als Einkäufer im Maschinenbau. Seine Hobbies sind Kommunalpolitik, Schreiben, Fotografie und natürlich Rügen. Löper hat einen starken Bezug zur Insel Rügen, die für ihn zu einer zweiten Heimat wurde. Sein nun schon drittes Buch „das RÜGENgefühl“ ist eine Mischung aus Bildband, Märchenbuch und Kochbuch und möchte die Sinne für die Insel schärfen. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Insel Rügen, 26. Oktober 2016, Seite 11 Ein starkes Museumsnetz für eine sichere Zukunft Die Gemeinden Göhren, Karlino und Walcz unterzeichnen Partnerschaftsvereinbarung für ein Deutsch-Polnisches Geschichtsforum / Großes Trachtenfest im Ostseebad geplant Von Gerit Herold Göhren/Karlino. Ein wichtiger Schritt für die zukunftsweisende Entwicklung der Mönchguter Museen ist getan: Die Gemeinden Göhren, Karlino und Walcz haben im polnischen Karlino eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Damit ist die Voraussetzung erfüllt, Interreg-Fördermittel für ein gemeinsames Deutsch-Polnisches-Geschichtsforum zu beantragen. Die drei Kommunen setzen auf eine enge Zusammenarbeit und wollen ein innovatives Museumsnetzwerk über die Ländergrenzen hinweg knüpfen. „Wir hoffen dann zum Jahresende mit einem positiven Bescheid, um die gemeinsam entwickelten Ideen umsetzen zu können“, schaut Kurdirektor Jörn Fenske voraus – und auf die letzten beiden Jahre zurück. Seit 2014 arbeiten die drei Partnerstädte und deren Museen eng zusammen, bringen sich aktiv in das gemeinsame Projekt ein und erforschen die Geschichte der ehemaligen Region Pommerns. Nun hat jeder sein Teilprojekt klar im Blick: Das Ostseebad Göhren möchte über die Interreg-Förderung die inhaltliche Neuausrichtung des Heimatmuseums und die Gestaltung des „Pommerschen Trachtenmuseums“ beantragen. Die Stadt Walcz plant die Erweiterung ihres Freilichtmuseums mit dem Bau eines Ausstellungsge- bäudes, in dem das Wissen um die Geschichte des „Pommernwalls“ vertieft werden soll. Und die Stadt Karlino plant bauliche und inhaltliche Erneuerungen in ihrem Stadtmuseum, das damit mehr Raum für neue Präsentationen erhält. In den nächsten Jahren sind auch eine Fülle von gemeinsamen Projekten geplant, die sich mit der Historie der drei Regionen beschäftigen: mit Handel und Wandel, Sitten und Bräuchen, Liedern und Tänzen, mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Dazu sind Workshops, Vorträge, Exkursionen, Ausstellungen und Internet-Auftritte in Arbeit, die in jedem Jahr bei jedem Partner stattfinden sollen. Eine Idee: „Wir wollen in Göhren ein mehrtägiges Trachtenfest veranstalten“, kündigt Jörn Fenske an. Es gehe aber auch darum, zu erforschen, welche Rolle die Region Pommern in verschiedenen Epochen gespielt und welchen Einfluss dies auf die Entwicklung der heutigen drei Regionen hatte. Dabei sei aber auch wissenschaftliche Hilfe von Historikern notwendig. Die fachkundige Hilfe von Bauleuten ist derzeit gefragt bei der Sanierung des Heimatmuseums, die im August begonnen hat. In den nächsten Monaten wird das um 1847 errichtete denkmalgeschützte Haus erneuert und soll durch einen modernen Anbau erweitert werden. Doch bei den Arbeiten gab es einen unerwarteten Stopp. „Wir mussten den Bauantrag ändern und die Statik neu berechnen“, so der Kurdirektor. Im Dachstuhl wurde – wie schon im Museumshof – das zu DDR-Zeiten gängige Holzschutzmittel Hylotox festge- stellt, wodurch dieser nun nicht mehr erhaltenswert sei. Im Einklang mit der Denkmalschutzbehörde wird der Dachstuhl am Montag entsorgt. Parallel dazu beginnen die Erdarbeiten für den neuen Anbau. Pommersche Volkstrachten im Fokus 3 Trachten sollen zukünftig bei der Museumsarbeit im Fokus stehen. Das sind neben der Mönchguter Tracht auch die Belbucker Bauerntracht und die Weizackertracht. Die Tracht der Bauern aus dem Gebiet des Pyritzer Weizackers ist die bekannteste Volkstracht Pommerns. Der Wohlstand der Bauern, die die sehr fruchtbaren Böden dieser Landschaft bewirtschafteten, spiegelte sich besonders in ihrer Festtagskleidung wieder. Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalseite der Insel Rügen, 14. Oktober 2016, Seite 11 Partnerschaftvereinbarung unterzeichnet Deutsch-Polnisches Geschichtsforum Göhren-Karlino-Walcz Karlino/Göhren (DR). Dieser Tage fand in der polnischen Stadt Karlino ein Arbeitstreffen statt, bei dem die Vertreter der Partnerstädte Walcz, Karlino und Ostseebad Göhren offiziell die „Partnerschaftsvereinbarung zur Regelung der Rechte und Pflichten der Partner bei der Projektumsetzung im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen“ unterzeichneten. Für das Ostseebad Göhren waren Bürgermeister Wolfgang Pester (parteilos), Kurdirektor Jörn Fenske sowie Museumsleiterin Ellen Melzer vor Ort. Darüber informiert eine Mitarbeiterin des kommunalen Eigenbetriebs Kurverwaltung in einer der Redaktion vorliegenden Mitteilung. Dort heißt es weiter: Mit der Unterzeichnung wurde die Voraussetzung für die gemeinsame Antragstellung des Projektes „Polnisch – Deutsches Geschichtsforum. Göhren – Karlino – Walcz: Ein innovatives Museumsnetzwerk, das durch dynamische Zusammenarbeit stärker wird – real und virtuell.“ über das Kooperationsprogramm Interreg V A geschaffen. Seit dem Jahr 2014 arbeiten die Partnerstädte und deren Museen eng zusammen, bringen sich aktiv in das gemeinsame Projekt ein und erforschen die Geschichte der ehemaligen Region Pommerns. Als Ergebnis dieser Arbeit formuliert nun jeder Partner sein Teilprojekt: Die Stadt Walcz plant die Erweiterung ihres Freilichtmuseums durch den Bau eines Ausstellungsgebäudes, in dem das Wissen um die Geschichte des „Pommernwalls“ vertieft werden soll. Die Stadt Karlino plant bauliche und inhaltliche Erneuerungen in ihrem Stadtmuseum, das damit mehr Raum für neue Präsentationen erhält. Das Ostseebad Göhren möchte über die Interreg-Förderung die inhaltliche Neuausrichtung des Heimatmuseums und die Gestaltung des „Pommerschen Trachtenmuseums“ beantragen. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Projekts stehen aber die enge Zusammenarbeit und die Entwicklung eines Museumsnetzwerkes über die Ländergrenzen hinweg. Sie sind ausschlaggebend für eine positive Bewertung eines gemeinsamen Projektantrages. Deshalb stehen gleichlaufend für die Jahre 2017 bis 2019 eine Fülle von gemeinsamen Themen auf dem Plan. Diese so genannten „weichen Projekte“ wurden gemeinsam erarbeitet und beschäftigen sich mit der Historie unserer Regionen, Handel & Wandel, Sitten & Bräuchen, Liedern & Tänzen. Dazu sind Workshops, Vorträge, Exkursionen, Ausstellungen und Internet-Auftritte in Arbeit, die in jedem Jahr bei jedem Partner stattfinden sollen. Der Call „Natur & Kultur“ – der Aufruf zur Einreichung des Projektantrages – ist bis zum 31. Oktober 2016 geöffnet. Die drei Projekt- partner Walcz, Karlino und Göhren hoffen dann zum Jahresende 2016 auf einen positiven Bescheid des Begleitausschusses, um die gemeinsam entwickelten Ideen umsetzen zu können. Für das Ostseebad Göhren wäre dies dann ein weiterer wichtiger Schritt, um die Pläne zur zukunftsweisenden Entwicklung der Mönchguter Museen weiterhin in die Tat umsetzen zu können. Quelle: Ostsee Anzeiger - Der Rüganer, 12. Oktober 2016, Seite 2 Rechtlicher Hinweis zum Pressearchiv Die auf der vorliegenden Website unter "Pressearchiv" abrufbaren Presseartikel stammen nicht von Mönchgut History Torsten Döring. Daher machen wir ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die Presseartikel die Meinungen, Auffassungen und Recherchen der jeweiligen Redakteure bzw. Verfasser darstellen. Wir machen die Presseartikel und ihre Inhalte nicht zu unseren eigenen Auffassungen, sondern distanzieren uns ausdrücklich davon.
weiter
Impressum & Copyright   Mönchgut History Torsten Döring - Schulstraße 8 - 18586 Ostseebad Göhren Tel.: 0176 99 700 953  - Fax: 038308 894088 eMail: info@moenchgut-history.de
Mönchgut History Torsten Döring   
zurück